Freestyle vs Wavesegel zum Windsurfen

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Bei uns am See sind Freestyle-Segel überdurchschnittlich beliebt und zwar nicht nur bei den echten Freestylern – warum ist das so? Und was sind eigentlich die Unterschiede zwischen einem Freestyle und Wavesegel, eignen sich Wavesegel auch zum Freestylen und funktionieren Freestylesegel auch zum Waven und wie sieht es eigentlich mit der Foileignung aus? Dieser Frage geht unser Freestyleguru Max Brinnich nach.

Bei den großen Segeln über 5.5m greifen bei uns am See ja bekanntlich fast alle zu Freeridesegeln (auch darüber haben wir schon einen Blog geschrieben). Unter der 5m Grenze ist die Auswahl an verschiedenen Wave und meist einem Freestylemodell groß. Besonders am Nordstrand in Podersdorf sind jedoch erstaunlich viele Freestylesegel am Wasser. Der Hauptgrund dafür ist das gute Angleitverhalten und das geringe Gewicht, echte Freestyler greifen aber wegen der Segelduck-Eigenschaften fast außschließlich zu diesen Segeln: Beim Ducken muss das Segel in eine Position vor der hinter sich gebracht werden und wird dann vom Wind von der falschen Seite angeströmt.

Während Wavesegel oft sehr starkt verstärkt sind u.a. mit doppelten Nähten, dickem X-Ply und dicken Masttaschen kommen die Freestyle-Segel mit dünnem Monofilm und nur wenigen Verstärkungen in den absolut notwendigen Bereichen. Da Freestyle Segel wie das Duotone Idol auf sehr wenig Vorliekspannung konzipiert sind, haben sie auch wenig Loose Leech und werden von den meisten Leuten sehr bauchig gefahren (in der Gabel anliegend), deswegen gleiten sie auch super an! Von der Größe her fahren die meisten Freestyler 5.2 oder sogar nur 4.8 als größtes Segel. Die Windrange bei dieser Art von Segel ist aber etwas kleiner als bei Wavesegeln, die auch noch etwas druckpunktstabiler sind. Wegen des geringen Gewicht sind Freestyle Segel aber auch ambitionierten Kids und Frauen zu empfehlen, die kein echtes Freestyle machen wollen, denn selbst in der Halse macht so ein Segel immer was es soll!

Der größte Pluspunkt bei uns am See von Wavesegel, ala Duotone Super Hero, Neilpryde Combat, Severne Blade oder Gaastra Manic, ist die meist etwas größere Windrage. Wavesegel (selbst die Powerwaves) gehen zwar etwas später los als vergleichbare Freestyle-Modelle können aber meistens deutlich länger (bei mehr Wind gefahren werden). Außerdem vermeiden die zusätzlichen Verstärkungen effizient Reparaturen. Außerdem liegt der Druckpunkt meist etwas weiter hinten und das ganze Segel zieht mehr auf beiden Armen, während Freestyletücher für die Eignung zum Ducken (also das Segel vor oder hinter sich zu bringen) einen extrem weit vorne liegenden Druckpunkt hat.

Kann ein Wavesegel auch zum echten Freestyle genutzt werden?

Ja, natürlich. Besonders moderne 4-Latten Wavesegel eignen sich meistens ganz gut. Will man mit so einem Segel aber geduckte Powermoves machen, empfiehlt es sich das Loose Leech auf ein Minimum zu reduzieren um die Segelgeschwidigkeit zu reduzieren und den Duck einfacher zu machen. Generell kann man aber Sagen: will man wirklich im Freestyle angreifen und die angesagten Moves lernen führt kein Weg an einem reinen Freestyle Segel vorbei! Die Erfolgsquote bei Segelducks steigt einfach enorm!

 

Kann ein Freestylesegel in der Welle genutzt werden?!

Ja, natürlich. Bei Onshore Coditions funktionieren Freestyle Segel sogar sehr sehr gut. Geht es aber in Richtung Down the Line mit ablandigen Wind, entwickeln diese Art von Windsurfsegel aber mehr Vortrieb als ein flaches Wavesegel und es zieht einem leicht aus der Welle. An Spots mit Shorebreak und Waschganggarantie, besteht zudem die Gefahr das Segel leichter kaputt zu machen als ein verstärktes Wavesegel. Es gibt aber einige Profis die auch gerne mal ein Freestyle Segel in Hookipa (Hawaii) in großen Wellen mit Sideoffshore Wind fahren – z.B. Bernd Rödiger, aber auch Thomas Traversa wurde schon öfters mit Gaastra Pure Segeln in der Welle gesichtet.

Wie ist die Eignung zum Foilen?

Generell eignen sich sowohl Freestyle als auch Wavesegel zum Foilen. Für Freestyletücher spricht hier natürlich das geringere Gewicht und der größere Vortrieb. Ich persönlich fahre bei wenig Wind am Foil das 5.2er Idol und wenn etwas mehr Wind ist (noch immer nicht genug zum Windsurfen mit Finne) funktioniert auch 4.8.

Wie trimmt man ein Freestylesegel?!

Freestylesegel:

 

Wavesegel: