Kinder & Windsurfen

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Kinder lernen Windsurfen

Kinder lernen Windsurfen

Dem eigenen Nachwuchs mit dem Windsurfvirus infizieren? Keine leichte Aufgabe, aber definitiv möglich und mit den Tipps von unserem Max Brinnich, der seit vielen bei der Next Generation Week 6- bis 10jährigen Kids Windsurfen beibringt, um einiges leichter!

Zuerst sollten wir uns die Frage stellen, wer kann überhaupt Windsurfen lernen?

Früher galt die Faustregel: „Wer sicher schwimmen kann, kann Windsurfen lernen“ Das Einstiegsalter in unseren Sport lag meistens zwischen 7 und 10 Jahren. Als ich vor gut 20 Jahren als 8jähriger mit dem Windsurfen begonnen habe, gab es weder gute Kinderbretter noch vernünftige Riggs. Ich habe auf einem Sunset Slalom mit einem relativ schweren MiniBic Segel gelernt. Mein kleinerer Bruder konnte es mit 5 nicht aufziehen. Die Hürde ein Segel aufzuziehen ist heute deutlich geringer und wir haben auch schon einigen 4-5 Jährigen mit einem iRigg zum ersten Windsurferlebnis verholfen.

Generell sollte man aber bedenken, dass Kinder unterschiedlich sind: nimm 10 Jungs mit 7 Jahren und du bekommst 7 unterschiedliche Ergebnisse beim Körperlichen und geistigen Level. Das macht das Schulen anspruchsvoll, aber dazu später mehr.

Grundfragen vorab

Kann das Kind ein kleines Kindersegel tragen, ohne das ein Teil den Boden berührt? Kann das Kind ein Kindersegel ohne übermäßige Anstrengung aus dem Wasser ziehen und zügig aufrichten? Ist das Kind in der Lage, ohne Schwierigkeiten und ohne Angst den Kopf einige Sekunden unter Wasser zunehmen und unter einem Brett/ Segel sicher hindurch zu tauchen?

Das richtige Kindersegel

das richtige Windsurfsegel für Kinder

Ich persönlich halte das aufblasbare iRigg für die beste Erfindung, um Kindern schnell Surfen beizubringen. Besonders am Beginn der Surfkarriere machen sie mit dem Segel ultraschnelle Fortschritte. Ich hatte schon oft skeptische Eltern am Strand, die wollten dass ihr Kind ein „hartes, echtes Segel“ bekommt und nicht so „ein aufblasbares Spielzeug“. Nach einer kurzen Erklärung und bei guten Schulungsbedingungen (leichter Wind, flaches Wasser), fuhr der Nachwuchs mit dem „aufblasbaren Spielzeug“ bereits nach 5 Minuten einen Schlag bis an den Strand…und war mit Spaß bereits mit dem Windsurfen angefixt. Während mit einem klassischen Kinderrigg der Start deutlich länger dauert. Dafür funktionieren harte Segel bei mehr Wind deutlich besser und ab einem gewissen Punkt führt auch kein Weg mehr daran vorbei. Zusammengefasst: iRigg für den Einstieg bis sicheres Starten, Steuern, Wenden beherscht werden. Wird bei mehr Wind gesurft, funktionoert ein klassisches Kinderrigg (zb. Ascan Pro) besser. Sobald es an die ersten Gleitfahrten gehen soll auf ein herkömmliches leichtes Rigg setzen (z.B Duotone Now)

Vorteile Aufblasbares Segel:

  • Leicht
  • Schwimmt
  • Lässt sich leicht aufziehen
  • Wegen der Griffe statt Mast und Gabelbaum sehr intuitiv
  • Keine Verletzungsgefahr

Das richtige Board

das richtige Windsurfboard für Kinder

Wie schon weiter oben beschrieben, hatte ich persönlich die Ehre auf einem Sunset Slalom mit 105L mit einer Mastspur des Todes und keinem Schwert surfen zu lernen. Ich empfehle euch auf jeden Fall, Bretter zu verwenden, die zumindest über eine Mittelfinne verfügen. Spezielle Kinderbretter wie Fanatic Ripper und co sind aber deutlich besser, da sie wegen der speziellen Geometrie von den allerersten Anfängen bis hinzu den ersten Powerhalsen und Sprüngen im Gleiten verwendet werden können und über ein weiches Softdeck verfügen.

Als Alternative bieten sich auch SUP Boards mit Mastfußinsert an! Besonders aufblasbare reduzieren die Verletzungsgefahr. Hier sollte man darauf achten eine Centerfinne zu haben, da die Kids sonst leicht abtreiben, was sehr frustrierend ist – denn die kleinen Segel entwickeln zu wenig Vortrieb/Druck um das Brett richtig steuern zu können, wenn das „Schwert“ fehlt. Hat das eigene Standuppaddel Board keine Mittelfinne, kann ein Fanatic Driftstopper nachgerüstet werden.

Neopren ist Pflicht

Selbst an sehr warmen Sommertagen kühlen die Kids wegen der Verdunstungskälte sehr schnell aus. Deswegen immer einen Neopren tragen.

Schulung

wie lernt man Kindern Windsurfen

Den ganz kleinen Kids Windsurfen in der Theorie zu lernen ist eigentlich nicht möglich. Deswegen setze ich seit vielen Jahren darauf, den Kindern so schnell als möglich Spaß zu vermitteln. Wir starten unsere Kurse immer mit Spielen mit den Windsurfbrettern, Balancieren, Wackeln, Drüberlaufen um ein Gefühl für Gleichgewicht und Board zu bekommen. Während bei einem klassischen Surfkurs die Landschulung am Beginn relativ lange dauert, erklären wir den Kids nur kurz (wirklich kurz) wie man das Segelhoch zieht und lassen jeden an Land probieren. Danach direkt aufs Wasser und am Wasser helfen. Mit einem iRigg sollten sich die ersten Erfolge Ruckzuckeinstellen. Sobald man sicher in eine Richtung fahren kann kommt die nächste dran. Danach kann man sich ans wenden wagen und die Grundfertigkeiten festigen. Was man auf keinen Fall machen sollte? Das Board festhalten (in der guten Absicht das es weniger kippelt), denn dann ist super viel Druck im Segel und die Kinder werden nach vorne übergezogen.

Wichtig ist außerdem geduldig sein und den eigenen Ergeiz nicht auf den Surfnachwuchs anzuwenden. Für die ganz kleinen gehört spielen als wesentlicher Bestandteil dazu: vom Brett springen, Tauchen, Plantschen usw…

Der Spaß sollte im Vordergrund stehen.

Falls ihr Lust habt mal bei uns in den Kurs zu kommen: von 6.-10.7. und von 13.-17.7. gibts wieder die Next Generation Week in Podersdorf. Ein Platz pro Termin ist noch frei. Wir verkaufen im Anschluss auch das gesamte Material, also falls ihr lieber was gebrauchtes kaufen wollt…btw gebrauchtes Kindermaterial ist auch sehr wertstabil und kann immer weitergegeben werden!

Bis bald am See

Max

 

Windsurf-Finnen – Welche ist die richtige für mich?!

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Eine Einleitung zum Thema Windsurf – Finnen 

Jeder Windsurfer setzt sich früher oder später mit dem Thema Finnen auseinander. Die Frage nach der richtigen/besten Finne ist vermutlich eine der schwierigsten Fragen im Windsurfen, denn eine gute Finne kann ein Board deutlich besser machen…

Gute Finnen

…gleiten schnell an

…sind Spinout sicher

…bringen gute Boardkontrolle

…machen das Board laufruhig

Aber nach welchen Kriterien wählt man nun die richtige Finne aus? Die Lösung dieses Problems wollen wir in diesem Beitrag aufarbeiten.

 

Welche Finnensysteme gibt es?

US Box

Die US Box ist schon fast legendär, sie wird seit den frühern 90er Jahren verbaut. Die Finne wird mit einem Nutstein in der Box fixiert, kann nach vorne und hinten gerutscht werden und wird mit einer Schraube befestigt. Vorteil: Tuning Möglichkeiten, Nachteil: größere Finnen sitzen nicht so fest im Kasten. Mittlerweile werden US-Boxen eigentlich nur mehr bei Wave und Freestyleboards verbaut. 

Slotbox

Viele Waveboards (besonders welche mit mehr Finnen) sind mit Slotboxen ausgestattet. Die Finne wird mit zwei Schrauben seitlich in den Finnkasten gedrückt. Zusätzlich kann die Finne nach vor und hinten gerutscht werden, um ein optimales Tuning zu ermöglichen. Slotbox Finnen werden manchmal auch bei Freestyleboards verwendet, machen aber eigentlich nur Sinn bis etwa 20cm – danach wird die Hebelwirkung auf den schmalen Finnenschaft zu groß und die Finnen können (leichter) brechen. Der Vorteil: Finnen und Box sind deutlich leichter, deswegen sind sie besonders bei Multifinboards sehr beliebt. 

Powerbox

Das wohl beliebteste Boxsystem. Bei der Powerbox wird die Finne mit einer Schraube von oben durch das Board geschraubt. Der Finnenschaft ist konisch, deswegen kann sich die Finne im Kasten sehr festziehen, dadurch gehören wackelnde Freeride-Finnen, wie man sie früher häufig bei US-Boxen hatten, der Vergangenheit an. 

Tuttlebox

Die Tuttlebox ist die logische Evolution der Powerbox. Die Finne wird mit zwei Schrauben (vorne und hinten) durch das Board geschraubt. Diese Box ist noch stabiler als die Powerbox, deswegen wird sie bei Highperformance Slalom und Freeraceboards mit großen Finnen gerne verwendet. 

Deeptuttlebox

Die Deeptuttlebox ist eine vergrößerte Tuttlebox. Der Schaft ist nochmal länger. Kommt bei großen Slalomboards oder Foilboards zum Einsatz. 

Welchen Finnentyp sollte man wählen?

Die Anforderungen an die Finne sind in erster Linie vom Brett abhängig. Ein Wabeboard wird man mit Wavefinnen fahren, einen Freestyler mit Freestylefinnen, ein Freerideboard mit Freeridefinne und so weiter, eh klar würde man meinen. Die Übergänge zwischen den Finnen sind allerdings fließend, Länge und Fläche nehmen dabei zu. 

Welchen Einfluss hat der Boardshape auf die richtige Finnenwahl?

Wie schon angedeutet ist davon eigentlich die Finnenwahl hauptsächlich abhängig: Je breiter das Surfboard, desto größer muss auch die Finne sein. Je größer das Segel, desto größer größer sollte auch die Finne sein. 

Auch wenn viele Aussagen aufgrund der vielen Einflussfaktoren eher vage bleiben müssen, kann man doch einige Wirkungszusammenhänge festhalten:

  • Je breiter das Board, desto größer muss die Finne werden
  • Je schwerer der Surfer, desto größer muss die Finne werden
  • Je größer das Segel, desto größer muss die Finne sein
  • Je mehr Welle, desto mehr Rake braucht die Finne
  • Je größer die Finnenfläche, desto besser ist die Haftung des Hecks auf dem Wasser
  • Je größer der Tiefgang der Finne, desto besser bleibt das Heck auf dem Wasser kleben (auch bei identischer Fläche)

Welche Materialien kommen zum Einsatz

  • Plastik/Lexan
  • Faserverstärkter Kunststoff
  • G10
  • Laminierte Carbon Finnen

 

Falsche Finnengröße?

Zu großen Finnen bedeuten:

  • Geringere Endgeschwindigkeiten
  • Unruhiges Surfen und Kontrollverlust im Grenzbereich
  • Zu viel Druck am hinteren Fuß–>Spinout
  • Zu großer Hebel – also Kontrollverlust, Board will aufkentern

Zu kleine Finnen bedeuten:

  • Zu großer seitlicher Druck für die Finnenfläche führt zu Strömungsabriss und seitlichem Wegdriften => Spinout
  • Defizite beim Angleiten
  • Schlechtes Höhelaufen
  • Sensibel auf Druckverteilung durch die Beine (braucht mehr Druck auf den vorderen Fuß) 
  • Board wird nicht “frei”

Freestyler fahren im Vergleich sehr kleine Finnen (maximal 20-21cm), das bedeutet aber auch man kann wenig Druck auf den hinteren Fuß geben, hat ein sehr looses Setup, das aber äußerst anspruchsvoll zu fahren ist.

Fazit:

Insgesamt ist das Thema Finnen ein sehr komplexes. Abgesehen vom richtigen Box System, der Länge, der Bauweise und auch dem Profil kann man viel wählen. Unserer Meinung nach ist eine individuelle Beratung hier ein guter Ansatz, wir helfen hier wirklich gerne. Schreibt ein Mail, ruft an oder kommt vorbei – wir haben einen wahren Erfahrungsschatz.

Next Generation Week 2020

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Wir sind mit der Ausschreibung für unser jährliches Surfcamp heuer spät dran, wir wollten uns rechtlich einfach sicher sein. Nichts desto trotz finden auch 2020 wieder unsere bekannten und beliebten Surfwochen im Juli statt. Gerne auch weitersagen…
Alt bekannt: jeden Tag von 10.00-16.00 für die nächste Generation, Mittagspause mit warmen Essen, neuestes Material von Duotone/Fanatic und noch mehr Spaß.
ACHTUNG: Das Mindestalter ist heuer 7 (anstatt 6). 
Aktuell sieht es so aus, als müssten wir auch beim Sport die Abstandsregeln einhalten, deswegen wäre es wünschenswert, wenn eure Kinder wirklich schwimmen könnten (das war in den letzten Jahren leider nicht immer so) und auch eine gewisse Selbstständigkeit beim Anziehen der Neoprenanzüge hätten. Außerdem bitten wir Kinder mit Krankheitssymptomen unbedingt zu Hause zu lassen und uns sofort zu informieren.
 
Bezüglich genauer Regeln und Verhaltensweisen kommen wir noch kurz vor Campbeginn auf euch zu! (Da es die Regeln einfach noch nicht exakt gibt, wir warten seit Wochen auf die Verordnung der Bundesregierung)…. Wir behalten uns ausdrücklich vor das Camp diesesmal bis 7 Tage vor Beginn ersatzlos abzusagen: Stichwort Gesetzliche Regeln, Corona Ausbruch oder ähnliches

Das Material bekommen wir wie gehabt von Duotone/Fanatic, sprich auch heuer gibt es wieder viele nagelneue perfekt geeignete Kinderriggs und -boards. Wir bleiben auch am Nordstrand an der Surfschule von Kurt Peisser (never change a winning team), wo es auch wie gehabt die Mittagspause und Jause gibt. Für heuer haben wir uns deutlich mehr Spiele überlegt und ein paar neue Challenges… ihr könnt also gespannt sein.
Preislich bleiben wir trotz enorm gestiegenem Aufwand bei 330€, zu zahlen am ersten Event-Tag.
Anmeldung:
Woche 1 – 6.7. – 10.7.2020
Woche 2 – 13.7. -17.7.2020
Anmeldungen sind bitte als verbindlich zu sehen.
Wir schicken nach erfolgreicher Anmeldung (meist Abends eine Bestätigung Email).
Wir haben heuer nur ein Kontigent von 10 Plätzen pro Woche und momentan gibt es noch ca 5 freie in jeder Woche. Bei Bedarf könnten wir eventuell um einen Surflehrer aufstocken und auf 12 erweitern. Mehr Plätze wird es heuer aufgrund der speziellen Situation aber definitiv nicht geben!

Kitefoils – eine kurze Übersicht

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Wie in unserem ersten Beitrag über Kitefoiling angekündigt, wollen wir uns dem Thema Kitefoils noch ins Detail widmen. Da der Markt immer unübersichtlicher wird, möchten wir hier einige Varianten von Foils besprechen. Die Eigenschaften von Foils werden durch die Form & Größe der Flügel bestimmt, durch das Profil & die Profildicke und auch durch den Abstand des Frontwings zum Backwing (Länge der Fuselage). Hier ins Detail zu gehen würde allerdings den Rahmen sprengen daher wollen wir die Erläuterungen eher allgemein halten. Foils sind ja Grundsätzlich Flügel und somit werden auch viele Begriffe aus der Aerodynamik verwendet.

Aspect Ratio (AR)

Dieser Begriff kommt im Kitesurfen immer wieder vor. Er beschreibt bei Flügeln das Verhältnis von Spannweite zu Tiefe des Flügels. Je gestreckter ein Flügel, umso höher der Aspect Ratio. Je tiefer ein Flügel umso niedriger der AR. Allgemein kann man sagen, je höher der AR desto schneller ist das Foil, allerdings nicht unbedingt leichter zu fahren. Foils mit geringerem AR (Low Aspect) haben einen niedrigerem Take-Off-Speed und sind einfacher zu fahren – werden aber nicht so schnell. Diese Low-Aspect Foils haben sich in den letzten 2 Jahren am Markt immer mehr durchgesetzt, weil sie vom Handling her sehr einfach sind und kein hohes Fahrkönnen erfordern. Auf der anderen Seite sind die High-Aspect Racefoils immer spezieller geworden und für „normalsterbliche“ Foiler eigentlich kaum interessant. 

High Aspect Foils (Race & Freerace)

Hier geht es wie bereits erwähnt um Racefoils (zb.: Levitaz Bionic). Im Foil-Racing wird ein Kurs abgefahren bei dem man zuerst aufkreuzen und dann wieder downwind fahren muss. Diese Foils sind also auf maximale Upwind & Speed Eigenschaften entwickelt. Die Kitefoil Raceklasse wird auch ab 2024 Olympisch sein. Es gibt allerdings auch Foils die noch moderater sind – zb.: Levitaz Aspect – das könnte man als Freerace Modell bezeichnen. Es ist einfacher zu fahren als die Hardcore Race Teile und für Hobbyracer mehr als ausreichend schnell! 

Low Aspect Foils (Freeride & Wave)

Diese Foils werden meist als Freeride oder Wavefoils bezeichnet. Die Frontflügel haben sehr viel Fläche und dadurch auch ein extrem gutes Lowend. In den letzten Jahren wurde dieser Trend immer extremer sodass heute beim Kitefoilen Frontwings mit 1500m2 Fläche nichts außergewöhnliches sind. Zum Vergleich: Vor einigen Jahren hatten Einsteigerfreundliche Foils noch Frontflügel mit einer Fläche um die 700m2. Durch die großen Flügel mit viel Schwachwindleistung können wiederrum kleinere Kites geflogen werden – und dabei sind wir uns glaube ich alle einig: kleinere Kites machen mehr Spaß! Außerdem sind Freeride & Wavefoils sehr einfach zu fahren. Sie bieten sehr niedrigen Takeoff-Speed und auch eine sehr stabile Fahrt in allen Achsen. Somit sind sie sowohl für Einsteiger optimal – machen aber auch auf lange Sicht richtig Spaß zum Cruisen. Wenn man die Lernkurve beim Foilen betrachtet machen große Foils absolut Sinn… denn der nächste Schritt nachdem man mal hin & her fahren kann sind die Manöver. Und speziell bei den Manövern lernt man mit großen Foils viel schneller! 

Beispiele Freeride Foils: Levitaz Cruizer / Duotone Spirit Carve / Slingshot Hover Glide Fkite / Cabrinha Hi:Rise Lift

Beispiele Surf Foils: Levitaz Shaka / Duotone Spirit Surf / Slingshot Hover Glide FSurf / Cabrinha Hi:Rise Varial 

Und wie immer bieten wir auch bei den Foils die Möglichkeit eine ganze Reihe an Flügel & Boards bei uns zu testen! In der Station von Kite2Fly bieten wir nicht nur Foilkurse an sondern haben auch ein Testcenter von Levitaz sowie Foils von Duotone und Cabrinha liegen bereit.

 

Also bis bald am Foil

 

 

 

Markus Hetzmannseder – Foiling on the Edge

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Die Fragen der Fragen im Windsurf-Foilen

Seit letzten Sommer stelle ich mir immer wieder die Fragen:

  • Wo liegen beim Windsurffoiling die Grenzen?
  • Bis zu viel Wind kann ich dem Windsurffoilematerial fliegen?
  • Macht das dann auch noch Spaß?

Im Sommer hatte ich am Gardasee schon eine starke Ora-Session bei einer starken Ora mit dem 4,2 m² , Slingshot Freestyle 115 und Ghost Wisper 101. Die Freestyler waren mit viel Druck 4,8 unterwegs. Das war schon ein cooler Tag! Super Rampen zum Springen und ich hatte richtig Spaß. Ich fühlte mich so, wie als ob ich am Meer fahren würde. Ebenso habe ich meine ersten richtig hohen Switch Konos auf Foil ausprobiert. Mit echter „Airtime“.
Und nach dieser Session war mir klar: Da geht noch mehr!!!

Der Sturm zu Hause kommt

Endlich war es dann so weit: Die Windvorhersage war unglaublich für den Attersee. Es wurde bis zu 70 km/h Wind angesagt. Das gab es so noch nie!
Mir war klar: Ich gehe Windsurffoilen. Also packte ich meine kleinsten Segel, das 3,7er und 4,2er ein. Normalerweise fahre ich in Österreich das 3,7er 1 bis 2 mal im Jahr bei Sturm.
Als ich dann vor Ort am Attersee stand, wusste ich: Huch mit dem 3,7er wird es in den Böen(70 km/h) eine Challenge mit dem Foil. Normalerweise wäre ich bei dem böigen Wind mit dem 4,4er Pure und dem 100er Twister für „Stopp and Go Freestyle“ aufs Wasser gegangen.
Ich sag euch, ich hatte irgendwie ein flaues Gefühl, als ich das 3,7er aufbaute und die Surfkollegen schauten mich ziemlich komisch an.
Dazu kamen mein Lieblingsbrett, der 87 Freestyler(172 Lang!!), und der Ghostwisper 101 von Slingshot.
Dieser Carbon Foil ist optimal ab 13 knt. bis ???? Er ist bei richtig viel Wind super zu kontrolliert und ist voll schnell also, optimal zum Springen und Spaß haben!
Ich hoffe auch bei 70 km/h Windböen.

Zu Beginn war es herausfordernd in der Windabdeckung mit dem 3,7er Wasserzustarten. Als mich dann die erste starke Böe in den Flugmodus brachte, erlebte ich das geilste Gefühl überhaupt. Maximale Beschleunigung und Leistung!!!
Das war die beste Entscheidung „ever“ das Foil genommen zu haben!!
Egal, ob die Böe jetzt da war oder nicht ich flog, und flog, und flog…..einfach genial!!
In den Windlöchern: Die Windsurfer standen. Ich flog!
Egal ob Halse, Duck Jibe, 360er oder Sprünge. Ich war permanent am Fliegen.
Ehrlich zugegeben, in den Böen war das 3,7er definitiv zu groß, da wäre ein 3,2er oder 3.0er optimaler gewesen.
Für mich war es ein tolles und einzigartiges Erlebnis. Immer mehr wird mir bewusst, welche riesen Vorteile und Möglichkeiten das Windsurfoilen hat.

Welche Vorteile ich im Windsurf-Foilen sehe

1. Größere Einsatzbereiche: Du kannst einen viel größeren Windbereich abdecken.
2. Mein Fazit vom Ghost Wisper 101: 13-35knt mit Luft nach oben!!!!
3. Du hast immer Leistung zur Verfügung und fliegst durch! Kein Herumtümpel oder Herumeiern mehr!
4. Fahr dorthin wo Du willst! Mit dem Höhe Laufen und den Downwinder hast du nie wieder Probleme.
5. 2-3 Meter hohe Sprünge im flachen Wasser machen!
6. Wellenabreiten gefällig am See? Fühle dich zuhause am See, wie am Meer! Unglaublich und selbst erlebt.
7. Kabelwellen ade: Du fliegst einfach drüber, auch wenn sie 70cm hoch sind.
8. Foilen ist nicht so anstrengend. Du kannst viel länger mit dem Foil deine Sessions genießen.
9. Meine Erkenntnis: Windsurffoilen geht von 6 Knoten bis 35 Knoten mit Luft nach oben!

Verwendetes Material:

• Slingshot Freestyle 87
• Ghost Wisper 101
• 3,7m² GA Manic HD
• ION Select 6mm

Wenn Du auch dieses Gefühl vom Fliegen erleben willst, mehr auf Foilwindsurfcenter.at
Vielen Dank an Helmut Klein und Alex Bohn für die tollen Fotos
Mein Motto bestätigt sich wieder:
„Fahr nicht fort, foile im Ort“

Bis bald, Markus

 

Upsidedown Back in Action – Newsletter 3/20

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Endlich ist so etwas wie Normalität am Neusiedler See eingekehrt und wir sind wieder täglich für Euch im Shop! 
TESTEN VORM KAUFEN
Bei Wind geht’s rund am Wasser, deswegen wollen wir Euch einmal mehr darauf hinweisen, dass man im Surfshop Upsidedown nicht nur die tollsten Wassersportgeräte kaufen, sondern vor dem Kauf auch testen kann. Wir sind selbstverständlich immer bemüht euch best möglichst zu beraten, aber so habt Ihr bei uns auch die Möglichkeit Euch eine eigene Meinung zu bilden!
Kommt vorbei, wir freuen uns auf EUCH!

P.S.: Wir verschicken unseren Newsletter (4-5mal im Jahr) auch per Mail, falls Ihr Euch anmelden wollt: https://shop.usd.at/de/newsletter.php

KITE TEST

Von Duotonehaben wir praktisch die komplette Range zum Testen bei Kite2Fly. Egal ob Dice, Juice, Evo, Neo, Mono, Vegas oder der Capa – you name it, we have it. Natürlich gibts auch jede Menge Waveboard und Twintip. Außerdem haben wir die Highlightes von Ozone, Slingshot, Cabrinha, Levitaz und Appletreeebenfalls im Test.

WINDSURF TEST

Hier haben wir einen bunten Mix aus der Duotone/Fanatic Range:  von Skates, über Blasts bishinzu Geckos und dem Foilboard Stingray, als Segel gibt’s E.Pace, S.Pace, Idol, Super Hero uvm. Außerdem haben wir unsere Neuzugänge Severne(Blade, S1) und Goya(Banzai) und natürlich Slingshot Foilboards für Euch zum Testen.

WING TEST

Zum Wingen haben wir einige Fanatic Sky Boards(Sky Wing 5.4, Sky SUP 6.3; Sky SUP Windsurf 6.7), Wings von Duotone, Ozone und Slingshot und Foils von Fanatic mit 60cm Mast (perfekt für den Neusiedler See)

NEUES VIDEO
Unser Chris war mit dem neuen Duotone Echo Wing und Fanatic Sky Wing zu einer schönen Abendsession draussen.
https://www.youtube.com/watch?v=j5zgJyhOGOg
Falls Ihr jetzt mal Lust bekommen habt, selbst Wingen zu probieren, wir bieten selbstverständlich auch Wingschulungen am Neusiedler See an.

NEUE FLIPFLOPS
Achtung wir haben die beliebten Kork Flip Flops von F2 wieder.
Den ganzen verbleibenden Mai verkaufen wir sie um 25€ anstatt 30€.
Kommt vorbei und holt euch den bequemen Beachstyle für den Sommer.

Wingfoil – Der Trend geht in die nächste Runde

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Der Trend setzt sich fort: Immer mehr Winger sind auch auf unseren heimischen Gewässern unterwegs. Deswegen haben wir haben die Neuheiten für die kommende Saison für euch unter die Lupe genommen. Generell hat die Entwicklung einen wirklich großen Sprung, sowohl der Leistung als auch des Handlings betreffend gemacht. Vor allem bei den Wings hat sich für 2020 einiges getan.

Wings 2020

Viele Hersteller haben ihre Größentabelle erweitert und an besseren Profilen gearbeitet. Hier trennt sich die Entwicklung in zwei Bereiche: Leistung und Flugstabilität.

Leistung ist einfach Notwendig um die Grenzen des Sportes, das Windlimit, verschieben zu können. Die Flugstabilität hilft besonders bei der neutralen Führung des Wings, was beim Abreiten von Wellen gewünscht wird. Dünnere Anströmkanten und steifere Konstruktionen sind mit steigender Performance eng verbunden. So haben einige Marken stark weiterentwickelte Wings auf den Markt gebracht.

Slingshot verpasst dem Slingwing V1 ein Update

Slingshot hat mit dem Slingwing V2 einen leichteren und steiferen Wing auf den Markt gebracht. Der Wing wirkt deutlich spielerischer und agiler in der Hand als sein Vorgänger. Mit neuen Größen bis 6,4m setzen sie auch auf bessere Performance im Leichtwindbereich.

Neues aus dem Hause Duotone/Fanatic

Der neue Echo Wing von Duotone eröffnet einen neuen Performance Bereich.

Der Wing ist mit einem deutlich stabileren Profil und somit auch direkteren Steuereigenschaften ausgestattet. Mehr Leistung bei besserem, präziserem Handling zeugt von einer klaren Weiterentwicklung der ersten Generation des Duotone Foilwings. Der Echo kommt weiterhin mit einem Baum als Griffstange. Die Vorteile sowie Nachteile der Aluminiumstange bleiben hier ident. Neu ist ein System zur Formung und Stabilisierung des Profils. Zwischen Baum und Tuch hält ein Seilzugsystem das Tuch unter besserer Spannung, was zu weniger Verformung des Profils führt. Diese Stabilität spürt man bei der Nutzung deutlich. Der Wing ist auch insgesamt schneller geworden.

Passend zu den verbesserten und schnelleren Echo Wings von Duotone gibt es von Fanatic eine neue Foil Linie. Die High Aspect Flügel von Fanatic sind auf die höhere Leistung des Echo Wings abgestimmt. Die Flügel liften sehr gut und werden auch, bei gleicher Fläche schneller. Außerdem halten die High Aspect Foils die Geschwindigkeit länger, was bei durchgefoilten Manövern durchaus hilfreich ist.

Wer mit Druck im Wing auf Flachwasser springen und Manöver fahren möchte, hat mit den Duotone Echo Wings und den Fanatic High Aspect Foils auf jeden Fall eine sehr gute Wahl getroffen. Für den Einsatz mit Wellen und somit zusätzlicher Energie bringt Duotone auch noch eine Variante ohne Baum.

Ozone vergrößert die Range

Ozone hat mit der Wasp einen Wing, der eindeutig zu den ausgereiften Profilen zählt und seine Stärken auch in der Flugstabilität hat. Mit mehr Größen für 2020 setzt auch Ozone auf einen breiteren Windbereich.

Boards

hierzu liefern wir Euch in Kürze mehr Informationen, sobald wir auch die neuen Shapes von Slingshot und JP Australia getestet haben, zZt sind wir vor allem auf der Fanatic SKY Serie (SKY SUP und SKY Wing) unterwegs. Chris hat dazu schon ein interessantes Produktvideo aufgenommen:

 

Insgesamt bieten die Produkte für 2020 in diesem Sport definitiv mehr Performance, wir sind für euch natürlich weiterhin an den Neuheiten in der Szene dran. Falls Ihr jetzt Lust bekommen habt auch mal Wingfoilen zu probieren: Wir haben jede Menge Testmaterial und bieten auch gerne Wingschulungen an. Kommts vorbei oder meldet euch per Email!

Windsurffoilen – eine kleine Übersicht

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Vermutlich steht uns ein Sommer wie damals, ein Sommer an den Homespots bevor. Aber anstatt mit antik anmutenden Verdrängerboards über den See zu schippern, können wir uns im Jahr 2020 dank modernen Foiltechnik auch bei Wind unter 10 Knoten ins Gleiten (oder viel mehr Fliegen) bringen. Grund genug euch einen Einstieg mit den wichtigsten Begriffen und eine kleine Übersicht an Produkte geben, die ihr bei uns kaufen oder testen könnt.

Der Trend des Windsurfens mit Foil ist ja eigentlich nicht mehr ganz neu, trotzdem entdecken noch immer viele Windsurfer die Vorzüge davon. Die Disziplin Windsurffoil als eine Disziplin zu bezeichnen ist fast etwas schwierig, weil eigentlich auf jede Disziplin aus dem echten Windsurfen am Foil geht (Welle, Freestyle, Freeride, Race). Viele Windsurfer denken bei wenig Wind und Foil erstmal auch an riesig Segel – das stimmt nur zum Teil. Für die meisten wird nämlich ein Freeride-Foil Setup interessant sein, das geht auch früh los kommt aber mit Segelgrößen bis zu 6.5m2 locker aus! Wir werden uns in diesem Beitrag hauptsächlich mit den Begriffen Rund ums Foilen beschäftigen und geben eine USD Produktübersicht zum Thema Freeride-Foil (die beste Variante – zumindest für uns)

Das richtige Foil

Das wichtigste Element beim Windsurf-Foilen ist, wie schon der Name sagt, das Foil an sich. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Herstellern mit teilweise riesiger Produktauswahl, da wird es für Einsteiger in den neuen Sport gleich zu Beginn schwierig, die Übersicht zu behalten und das richtige Produkt zu wählen.
Als erste Hilfestellung sollte man sich überlegen ob man sich eine komplettes Foilset (also Board und Foil) zulegen will oder sein vorhandenes Brett (dazu bald mehr) nutzen möchte. Wir empfehlen bei Board/Foil Kombinationen immer bei einem Hersteller zu bleiben, da so die Abstimmung einfach passt.

Anschließend sollte man sich folgende Fragen stellen (Reihenfolge beliebig).

Welches Box- oder Schienensystem möchte ich verwenden?

Es gibt akutell drei verbreitete Systeme:
• Foil-Deeptuttlebox
• Track Mout/Schienen System
• Foil Powerbox

Die Foiltaugliche Deeptuttlebox hat den Vorteil, dass das Foil bei jeder Session immer an der absolut gleichen Stelle sitzt und das Boxsystem, das im Vergleich stabilste ist.
Beim Tracksystem sind zwei Schienen nebeneinander, das Foil wird mit 4 Schrauben auf der Unterseite befestigt. Es kann hier Verrutscht werden, womit das Foil ideal ausbalancieren kann und praktisch jedes Foil verwenden kann.
Die Powerbox Adapter für Freerideboards können wir eigentlich nicht empfehlen, da die Powerbox (konisch und nur eine Schraube in der Mitte) absolut nicht für die Belastung eines Foils ausgelegt ist. JP Australia bietet 2020 in allen Boards extra verstärkte Powerboxes zum Foilen an, wir können aber erst nach einem Langzeittest eine ehrliche Meinung dazu abgeben.

Welche Mastlänge sollte ich wählen?

Eine weitere essentielle Frage ist die nach der richtigen Mastlänge. Die richtig Antwort darauf zu geben ist nicht ganz so einfach, kommt in erster Linie aber auf den Spot an. Prinzipiell hat man mit einem längeren Mast mehr Möglichkeiten. Hat man weniger Länge zur Verfügung, können größere Wind-Wellen wirklich tricky werden, mit einem 90cm Mast hätte man aber absolut keine Probleme, weil man einfach über den gesamten Chop fliegen könnte. Egal, zurück zum eigentlichen Thema: Bei uns am Neusiedlersee ist alles über 75cm momentan nicht sinnvoll. Letzten Herbst war 75cm am absoluten Limit. Interessant sind hier die modularen Systeme von Slingshot oder Fanatic, wo man relativ preisgünstig verschiedene Mastlängen später dazu kaufen kann. Slingshot hat 61cm und 76cm im Programm, Fanatic zB 60 und 75cm. Natürlich gibt es auch von allen Herstellern längere Foilmasten.

 

Was heißt Low Aspect/High Aspect Ratio?

Oft wird in Marketing Texten der Begriff “High Aspect” oder “Low Aspect” Ratio verwendet- aber was heißt das eigentlich. Dabei geht es in erster Linie um das Verhältnis von der Flügel Länge zur Breite. Ok, aber was heißt das jetzt für mich?!
Während Low Aspect Flügel meistens breiter sind auch oft deutlich mehr Fläche haben, sind die High Aspect Flügel im Vergleich schmäler.
Es kommt ein bisschen auf den Einsatzzweck an: will man mit wenig Wind, wenig Boardspeed fliegen: Lowaspect Flügel (Fanatic Flow 1250 oder 1500, oder Slingshot Fwind, oder Starboard Supercruiser), will man bei viel Wind mit viel Speed foilen nimmt man ein High Aspect Foil (wie zB Neilpryde F4 oder Starboard GTR)

Carbon oder Alu?

Generell haben die meisten Foils Flügel aus Carbon, die Fuselage und der Mast sind öfter aus Alu. Natürlich hat ein Carbonfoil mehr Leistung und ist auch deutlich leichter, ABER das mehr Gewicht eines Alu Foils spürt man im Wasser kaum! Am Beginn einer Foilkarriere, reicht ohne Bedenken auch ein günstigeres Aluminium Foil.

Welche Foils haben wir zum Testen im Surfshop Upsidedown?

  • Slingshot FWind mit dem 84er und 78er Flügel mit 61cm und 71cm Mast.
  • Fanatic Flow 900 (60er Mast)
  • Fanatic Flow 1250 und 1500 (75er Mast)

Gerne könnt ihr zu einem Beratungsgespräch oder zum Testen vorbeikommen. Im nächsten Beitrag wollen wir auf die verschiendene Boardoptionen und Racefoils eingehen.
Bis bald am See!
Euer Team Upsidedown

P.S: am Wochenende wird’s windig!

Kite-Bars und Leinen Setups – Was wirklich zusammen passt

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Wir werden im Shop immer wieder gefragt: Kann ich diese XY Bar für diesen YX Kite verwenden. Daher wollen wir uns diesem Thema einen eigenen Beitrag widmen. Wir können jetzt natürlich nicht alle Bars, die es am Markt gibt, einzeln besprechen aber wir wollen mal einen grundsätzlichen Überblick bieten.

Safety System

Das Safety System ist in diesem Zusammenhang wohl die wichtigste Frage! Welches Safety System hat der Kite – und welches die Bar? Es gibt im Prinzip (bis auf spezielle Ausnahmen) 3 verschiedene System:

  • 5-Leiner Safety
  • 4-Leiner Single Frontline Safety (SFS)
  • 4-Leiner Double Frontline Safety (SDS)

Die 5-Leiner Safety war lange Zeit die sicherste Lösung – die 5te Leine geht in die Mitte der Fronttube und der Kite weht daran aus, wenn man das Quickrelease betätigt (Chickenloop öffnet).

Diese Lösung stammt noch aus Zeiten der C-Kites und durch die Verbreitung von Bridle-Kites (Schirmen mit Waageleinen) wurde sie immer mehr von den 4-Leiner Safety Systemen abgelöst. Heute haben eigentlich nur mehr reine Freestyle C-Kites eine 5te Leine.

Auch die 4-Leiner Double Frontline Safety wird nicht mehr viel verwendet – Kite Modelle von F.One oder Core, die einige Jahre alt sind, haben noch dieses System. Die am meisten verbreitete Lösung ist seit einigen Jahren die Single Frontline Safety. Dabei weht der Schirm an einer Front(Power) Leine aus, die Bar rutscht an dieser Leine rauf, wenn man das Quickrelease betätigt. Alle Marken die wir im Sortiment führen (Ozone, Slingshot, Duotone, Cabrinha, Airush, Flysurfer) bieten diese 4-Leiner Single Frontlein Safety!

Also gilt es als erstes zu klären ob die Safetysysteme des Kites & der Bar die man verwenden will zusammenpassen!

 

Leinen Setup

Dies ist der nächste wichtige Punkt. Es verschiedene Varianten von Leinen Setups, dabei sind die Frontleinen (Powerleinen) gemeint.

Manche Hersteller verwenden ein sogenanntes „Y“ in den Frontleien – das heißt vom Adjuster geht zuerst eine dickere Leine weg und teilt sich dann auf 2 Leinen auf – die Powerleinen bilden somit ein „Y“.

Die andere Variante ist ein sogenanntes „V“ in den Frontleinen. Hierbei laufen die zwei Frontleinen runter bis zum Adjuster und bilden somit ein „V“.

Bei der Y-Variante gibt es noch Unterschiede– und zwar dabei wie hoch das Y ist bzw. wie lange die dicke Leine ist bevor sie sich auf 2 Frontleinen aufteilt.

Manche Kiteschirme werden mit Y in den Frontleinen entwickelt und brauchen daher dieses Setup für optimale Performance. Sie funktionieren zwar meist auch mit einem V, aber teilweise mit deutlich schlechteren Flugeigenschaften. Speziell bei großen Kites werden die Nachteile, wenn das Leinen-Setup nicht passt, sehr deutlich zu spüren sein.

Einen Kite, der ein V „braucht“ mit Y Setup zu fliegen hingegen, wirkt sich nicht so sehr auf die Performance – deutlich aber auf das Barfeeling aus.

Pigtails

Zu guter Letzt – das geringste „Problem“: die Pigtails. Das sind die letzten Stücke an den Leinen die mit Knoten oder Schlaufe versehen sind um die Leinen an den Kite anzuknüpfen.

Manche Hersteller haben an den Frontleinen einen Knoten und an den Steuerleinen eine Schlaufe – andere Hersteller umgekehrt. Dies kann einfach geändert werden indem man die Pigtails vertrauscht – bzw. gibt es diese auch als Ersatzteile um sie an die Bar oder den Kite zu knüpfen.

Frühlingscheck

Bevor Ihr in der neuen Saison das erste Mal aufs Wasser geht solltet ihr euren Kite und eure Bar gründlich checken. Unser Harald von Kite2Fly hat ein Video dazu gemacht, auf was man achten sollte. Gerne helfen wir Euch auch beim Checken vom Material – dann seid ihr ganz sicher, dass alles passt.

Solltet Ihr Fragen zu eurem Bar Setup oder Safety System haben, könnt ihr selbstverständlich jederzeit bei uns im Shop vorbeikommen. Wir helfen Euch gerne weiter!

Kitesurffoilen & Surfshop Upsidedown

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Unsere Anfänge beim Kitefoilen

Entstehung des neuen Trends

Kitesurfen mit dem Hydrofoil ist nach wie vor in aller Munde. Dabei ist es gar nicht so neu wie viele glauben. Die ersten Kite-Foiler waren in Maui schon vor über 20 Jahren unterwegs! Pioniere wie Laird Hamilton haben damals einen sogenannten Air-Chair umgebaut um damit zu Kiten. Ausgestattet mit Snowboardboots und dem Foil komplett aus Aluminium waren dies ziemlich halsbrecherische Aktionen. Wenn man bei youtube ein bisschen sucht findet man auch noch Videos dazu! Auch bei uns am See gab es Pioniere mit solchen Teilen die sich aber nicht wirklich durchgesetzt haben. Der große Boom kam durch einen Entwicklungssprung, der wie in vielen anderen Sportarten auch aus dem Racebereich entstanden ist.  Wie auch schon im Ursprung vom Kitesport war die französische Szene in den Anfängen des foilens, wie wir es jetzt kennen, ganz stark involviert. Verbreitet wurde der neue Trend wie erwähnt durch die Raceszene. Kitesurf Hydrofoils im Racebereich sind die effizientesten windgetriebenen Wassersportgeräte und somit waren quasi von einem Tag auf den anderen die Formula-Raceboards zum Tode verurteilt. Denn alle Racer wollen schnell & effizient sein. Es gab noch ein Jahr in dem Bewerbe parallel veranstaltet wurden aber danach war klar: Foilen ist die Zukunft! #foilisfuture

 

Unsere Anfänge beim Foilen

Auch bei uns im Shop ist einiges an Race-DNA vorhanden… Tom hat schon vor etlichen Jahren im Windsurfen Speedrekorde aufgestellt und seine Leidenschaft fürs Racen blieb ihm immer erhalten. Davon angesteckt waren auch Harald und Jo (ich) jahrelang mit Raceboards unterwegs und bei der einen oder anderen Regatta gab es auch schon mal interne Duelle – natürlich ohne Stallorder! 😉 2014 war einer unserer Race-Teamrider (Adrian Geislinger) bereits voll Foil-Infiziert und erzählte uns dass er mit seinem Vater im Famlienbertrieb an der Entwickllung von Race-Kitefoils arbeitet. Bald darauf habe ich einen Prototypen aus der Vorserie der Levitaz Racefoils gekauft und mir ein altes Waveboard zum Foilboard umgebaut. Die ersten Versuche waren von wenig Erfolg gekrönt, und da kam auch schon mal Frust auf. Im Vergleich zu den heutigen Foils war es mit dem Racefoil eine harte Schule. Aber wie die meisten wissen – wenn einem mal der Knoten aufgeht, dann geht’s dahin!

 

 

 

Voll infiziert mit dem Foil-Virus

Und so schnell konnte man gar nicht schauen, waren auch der Tom & Harld nicht mehr mit Raceboards sondern Foils unterwegs. Uns war sofort klar: Foilen ist hier um zu bleiben! Das Foil-Angebot am Markt war damals noch sehr überschaubar und hauptsächlich von Racefoils geprägt. Wir waren von Anfang an von der Firmenphilosophie & Qualität der Levitaz Foils überzeugt… also was was macht man mit Racefoils… man heizt und fährt Rennen. Davon waren meine ersten Saisonen mit dem Foil geprägt, gekrönt von einem 3ten Platz beim Levitaz Cup 2016.

Schon bald erkannten auch große Kitemarken das Potential des Hydrofoils und kamen mit eigenen Foils auf den Markt. Tony Logosz, das Mastermind bei Slingshot wusste auch von Anfang an, dass Foilen nicht nur ein kurzer Hype ist und so wurde viel Energie in die Entwicklung ihrer Foils gesetzt.

Mittlerweile ist das Thema Hydrofoil aus der Kiteszene nicht mehr wegzudenken und alle Marken haben Foils im Programm. Aber nicht nur im Kitesurfen – mittlerweile sind wir auf allen möglichen Boards mit Foils unterwegs: Windsurf, SUP, Wellenreiter mit oder ohne Wings… das ist auch das Schöne am Hydrofoil – es ist unglaublich vielfätig und hat alle unsere Sportarten enorm bereichert! Zum Thema Wingen & Wingfoils haben wir schon mehrere Beiträge online.

Aber wir werden uns dem Thema auch noch in weiteren Blogs widmen und möchten euch einen Überblick über aktuelle Kitefoils & Windsurffoils geben. Und wie immer bieten wir auch bei den Foils die Möglichkeit eine ganze Reihe an Flügel & Boards bei uns zu testen! In der Station von Kite2Fly bieten wir nicht nur Foilkurse an sondern haben auch ein Testcenter von Levitaz sowie Foils von Duotone und Cabrinha liegen bereit.

Also bis bald am Wasser…Euer Jo