Neu im USD Team: Sandro Haubenwallner

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Wir haben einen Neuzugang im Upsidedown Kite Team. Nach vielen Jahren auf Liquid Force, wechselt der Hotshot von der Westcoast Sandro Haubenwallner zu Slingshot und www.usd.at. Was er über seinen Wechsel, die neuen Slingshot Kites zu sagen hat und welchen Schirm er in Zukunft fliegt lest ihr hier.

Sandro Haubenwallner:

Alles begann mit einem Mail von Liquid Force Kiteboarding Headquarter indem mitgeteilt wurde, dass LFK in ca. 60 Tage aus ihrer Firma genommen wird um andere Wege zu gehen. Ich war total verwirrt und wollte es nicht wahrhaben.Aber HEY Kopf hoch und nach vorne schauen!

Für mich war klar, dass ich neue Wege gehen muss – und dieser Gedanke beschäftigte mich auch schon längere Zeit. Ich wollte mich weiterentwickeln und neu finden.

Mein erster Schritt war es, dass ich verschiedene Brands und Kites testete und habe mich ziemlich schnell für eine Marke entschieden – SLINGSHOT SPORTS: geile Kites, mega Boards und coole Stimmung. Zusätzlich mit Ride Engine an Board habe ich die besten Hard Shell Trapeze und Wetsuits am Markt. Mir persönlich war es sehr wichtig, dass ich eine Brand für mich finde, die zu mir passt und mit der ich mich zu 100% identifizieren kann. Zu meinem Glück kam dann auch noch der Anruf von Jo. Er teilte mir mit er hätte etwas sehr Passendes für mich und ich solle mich mit Slingshot persönlich in Kontakt setzen, ob sie überhaupt Interesse an meiner Person haben und an einem neuen Teamrider. Jo gab mir die Nummer vom Office und ich meldete mich direkt bei den Jungs. Am anderen Ende der Leitung hörte ich mit großer Überraschung eine mir bekannte Stimme: Tom Visbeck. Ein guter alter Bekannter von mir. Meine Entscheidung wurde dadurch noch viele mehr bestärkt und der Deal war für mich schon nebensächlich. Tom teilte mir mit, dass Jo ihm schon von meiner Story bezüglich LFK erzählt hat.

Slingshot war happy – USD war happy – und ich war einfach stoked!

Überzeugt von der Qualität, dem Style, der Linie und dem Sortiment von Slingshot und Ride Engine war es nun soweit eine Bestelliste für mich zu gestalten und glaubt mir diese war lange haha.

Da ich ja leidenschaftlicher Wakestyler bin war für mich klar, dass ich mir auf alle Fälle die RPM nach Hause holen muss. Und natürlich darf dabei nicht das Sam light Pro Modell „Refraction“ fehlen, sowie der KTV Boot und das Leben macht wieder Sinn.

Bewegt sich mindestens ein Blatt am Baum heißt es für mich Foil Time und so schnell wie möglich Startklar am Strand. Dazu habe ich mir ein passendes Board mit Foil Set zusammen gestellt Dwarf Craft 3,6 Board mit smoothen Fahrgefühl, trotzdem sehr agil ist und eine super Rückmeldung vermerkt.

Als Foilset habe ich mich für das Hover Glide FKite V.3 mit Apollo Frontflügel entschieden àfür smoothie Turns, hohen und schnellen Antrieb und einzigartiger Wendigkeit. Um das Foilen noch mehr aufzuwerten gehört ein ordentlicher Kite zur Ausrüstung dazu – bei mir wurde es der Ghost Kite. Das Ergebnis = Mörder Fahrspaß.

 

Ride Engine an der Seite zu haben ist purer Luxus. Ich werde mit Neopren Anzügen und Trapezen komplett ausgestattet – mit höchster Qualität und top Design.

Neopren: Apoc 5/4 und Apoc 2/1

Trapez: Hard Shell – Elite Carbon

Über Sandro Haubenwallner

Geb: 2.6.1991

Aus: Breitenbrunn am Neusiedlersee

Kitesurfen seit: 2010 – 1x Österreichischer Meister – 4x Podium R4R Parkstyle – 3x Podium ÖM Freestyle

Sponsoren: Slingshot, Ride Engine , Weridelocal

Wordrap:

Homespot: Neusiedlersee

Lieblingsspot: Mauritius / Bel Ombre

Lieblingstrick: S- Mobe

Welle oder Flachwasser: Flachwasser

Strapless: bei richtig guter Welle

Kitesurfen: pures Freiheits-Gefühl

Wingen: wenn der See kocht

Mehr von Sandro

Facebook: https://www.facebook.com/sandro.haubenwallner

Instagram: https://www.instagram.com/sandro_haubenwallner/?hl=de

 

 

K4 Fins – günstige Finnen, das Interview

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Der Wasserstand auf unserem See fordert sein Tribut. Praktisch an jedem windigen Tag werden Windsurffinnen beschädigt, zum Teil auch irreparabel. Die Frage nach einer günstigen und guten Finne bekommen wir also immer öfter gestellt. Wir haben lange nach einer Alternative zu den herkömmlichen Herstellern von G10 Finnen gesucht, haben einige Finnen getestet, aber nie für gut befunden. Nunja die Dinge haben sich geändert. Der englische Hersteller K4-Fins produziert hochwertige Finnen in einer günstigen „Plastikbauweise“, die auch wirklich gut funktioniern. Aber was und wer steckt dahinter? Warum sind die Finnen so viel billiger? Sind die K4 Finnen nicht viel zu weich? Wie werden sie hergestellt? Wer testet sie? Warum fahren immer mehr Waveprofis, die Spurhalter auch auf der PWA Worldtour. Wir sind den Fragen Nachgegangen.

 

Hallo Steve&Murray, wir freuen uns, dass wir eure Finnen heuer verstärkt im Sortiment haben! Bei uns am See sind immer mehr Leute mit den knallgelben K4Fins am Wasser. Wie ist K4 überhaupt entstanden und wer steckt hinter der Marke?

Steve: Nach der Universität habe ich fast 30 Jahre für die Spritzguss Firma meines Vaters gearbeitet und eines Tages hab ich beschlossen eigene Finnen für mein Twin Fin Waveboard in unserer Firma zu bauen. Ich war wirklich überrascht wie gut der erste Versuch ausging und ich wusste sofort, das könnte etwas großes werden. Die ersten Finnen haben viele meiner Freunde getestet, einer davon war Murray und der war sofort begeistert. Das war vor über 10 Jahren, seitdem haben wir aber große Entwicklungssprünge beim Material und bei unseren Formen gemacht, die Finnendesigns sind viel besser geworden, aber vor allem haben wir viel Erfahrung gesammelt wie das beste aus Material und Form herausholt.

Murray: Ja die ersten 10 Jahre sind unglaublich schnell verflogen. Steve ist der Mann hinter den Spritzwerkzeugen und ich hab den lustigen Job, unser Marketing&Händlernetzwerk zu managen, damit die Windsurfer unsere gelben Finnen in die Hände bekommen. Wir haben mit einem kleinen Shop angefangen, mittlerweile gibt es unsere Finnen in über 200 Shops weltweit und viele Pros weltweit verwenden sie.

Ihr habt es ja schon kurz angerissen, K4 Fins sind eigentlich Spritzguss-Teile. Wie und wo werden die Finnen gemacht?

Steve: Ich zeichne die Designs (also Outline, Profil, Profilverlauf usw) mit einer CAD Software am Computer, anschließend wird die Negativ-Form der Finne aus Aluminium gefräst und danach werden die Formen mit einer großen Spritzgussmaschine mit verstärkten Kunststoff gefüllt. Das alles geschieht komplett hier in UK.

Aber sind Plastik Finnen nicht viel zu weich? 

Steve: Ich glaube, die eigentliche Frage sollte sein: Sind nicht vielleicht die meisten Finnen zu hart? Ich denke, Surfer die unsere Finnen noch nicht probiert haben und nur an Plastik denken, würden überrascht sein wie steif unsere Finnen eigentlich wirklich sind. Aber natürlich ist der “Flex” Bereich der Finne, weicher, aber das ja genau das, was wir wollen, denn die Finne soll in diesem Bereich arbeiten können, aber beispielsweise unsere 20cm Leon SS ist wirklich sehr hart, es ist gar nicht einfach das Tip der Finne mit der Hand zu verbiegen.

Ist eine Plastik Finne also gleich gut wie eine Standard G10 Finne? 

Steve: Prinzipiell würde ich kategorisch JA sagen, solange man von Finnen unter 40cm ausgeht, ab dann wird es schwierig die Performance einer G10 Finne mit unseren Finnen herauszuholen – das ist auch der Grund warum wir keine Finnen über 40cm anbieten.

Es ist einleuchtend, dass kurze Multifinnen(Twinser, Thruster, Quad) super funktionieren, aber wie habt ihr eure Freeridefinnen verbessert?

Steve: Wir haben wirklich viel Zeit in die R&D der längeren Freeride Finnen wie der Fang investiert. Interessanterweise haben wir drei gleiche 36cm Prototypen (aus der gleichen Form) mit drei verschiedenen Materialien getestet, die vor allem in der Härte varriert haben, dabei war die weicheste Finne, die mit einem merklich schnelleren TopSpeed. Steif ist also nicht immer gut. Wir haben uns aber dennoch dafür entschieden, dass härtere Material auf den Markt zu bringen, denn hier waren die Overall Eigenschaften etwas besser. Wir haben als Benchmark eine sehr beliebte G10 Finne immer im Vergleich getestet und unsere eigenen gelben Finnen haben sie in jedem Bereich übertroffen.

Wer testet eure Finnen dann? 

Steve: Unsere Freeride (Fang) und Freestylewave (3SW) Finnen werden in der Surfstation vom OTC in Weymouth (England) in super Flachwasser Bedingungen getestet, dabei gibt es dort sogar spiegelglattes Wasser für Speedruns. Großen Dank an Tris Best und sein Team. Unsere Wavefinnen werden zum einen von unseren Pros und andererseits von mir selbst in den classic Cornwall Conditions getestet. Zum Teil holen wir uns auch noch Feedback von unseren National Teamridern aus England ein, denn sie surfen hier viele verschiedene Spots.

Murray: Wir haben ein super Team von Internationalen Windsurfern, die viele verschiedene Aspekte und Qualitäten mitbrigen: zB Thomas Traversa, Alex Mussolini, Adam Lewis, Leon Jamaer, Graham Ezzy und viele mehr. All diese Jungs geben viel Feedback und das ist einfach toll.

Wie ist die Haltbarkeit von K4 Finnen?
Steve: Wir bekommen echt wenige kaputte Finnen zurück, überraschenderweise eigentlich gar keine. Unsere Finnen sind vielleicht nicht so hart wie G10, aber einfach zu reparieren, wenn man doch einmal einen Stein oder ein Riff erwischt hat.
Murray: Hand auf Herz: Ich kann mich gar nicht mehr an unsere letzte Reklamation erinnern

Ist es möglich eine K4Finne, ähnlich einer G10 oder Carbon Finne, nach einer Grundberührung nachzuschleifen?

Steve: Ja natürlich! Sollte man kein Schleifpapier zur Hand haben, geht im Notfall sogar ein Flacher Stein oder eine Asphaltfläche für eine schnelle Reparatur vor einer Session.
Warum sind eure Finnen eigentlich gelb?
Steve: Unser Gelb war kein Unfall sondern pure Absicht. Die Gelbe Farbe hat beim Spritzguss super Eigenschaften (besser als andere Farben) und die auffällige Farbe ist perfekt um aufzufallen – simple Promotion. 
Was wolltest du schon immer über K4 Fins sagen, was die Leute wissen sollten?
Steve: Wir beide brennen einfach zu 100% für Windsurfen und unser Nummer 1 Ziel ist, die beste Finne für uns und die Leute zu machen, die den Sport genauso lieben wie wir selbst, der Rest wird sich selbst erledigen! 
Ein paar interessante Fakten zum Finnen-Tuning gibts hier

Kinder & Windsurfen

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Kinder lernen Windsurfen

Kinder lernen Windsurfen

Dem eigenen Nachwuchs mit dem Windsurfvirus infizieren? Keine leichte Aufgabe, aber definitiv möglich und mit den Tipps von unserem Max Brinnich, der seit vielen bei der Next Generation Week 6- bis 10jährigen Kids Windsurfen beibringt, um einiges leichter!

Zuerst sollten wir uns die Frage stellen, wer kann überhaupt Windsurfen lernen?

Früher galt die Faustregel: „Wer sicher schwimmen kann, kann Windsurfen lernen“ Das Einstiegsalter in unseren Sport lag meistens zwischen 7 und 10 Jahren. Als ich vor gut 20 Jahren als 8jähriger mit dem Windsurfen begonnen habe, gab es weder gute Kinderbretter noch vernünftige Riggs. Ich habe auf einem Sunset Slalom mit einem relativ schweren MiniBic Segel gelernt. Mein kleinerer Bruder konnte es mit 5 nicht aufziehen. Die Hürde ein Segel aufzuziehen ist heute deutlich geringer und wir haben auch schon einigen 4-5 Jährigen mit einem iRigg zum ersten Windsurferlebnis verholfen.

Generell sollte man aber bedenken, dass Kinder unterschiedlich sind: nimm 10 Jungs mit 7 Jahren und du bekommst 7 unterschiedliche Ergebnisse beim Körperlichen und geistigen Level. Das macht das Schulen anspruchsvoll, aber dazu später mehr.

Grundfragen vorab

Kann das Kind ein kleines Kindersegel tragen, ohne das ein Teil den Boden berührt? Kann das Kind ein Kindersegel ohne übermäßige Anstrengung aus dem Wasser ziehen und zügig aufrichten? Ist das Kind in der Lage, ohne Schwierigkeiten und ohne Angst den Kopf einige Sekunden unter Wasser zunehmen und unter einem Brett/ Segel sicher hindurch zu tauchen?

Das richtige Kindersegel

das richtige Windsurfsegel für Kinder

Ich persönlich halte das aufblasbare iRigg für die beste Erfindung, um Kindern schnell Surfen beizubringen. Besonders am Beginn der Surfkarriere machen sie mit dem Segel ultraschnelle Fortschritte. Ich hatte schon oft skeptische Eltern am Strand, die wollten dass ihr Kind ein „hartes, echtes Segel“ bekommt und nicht so „ein aufblasbares Spielzeug“. Nach einer kurzen Erklärung und bei guten Schulungsbedingungen (leichter Wind, flaches Wasser), fuhr der Nachwuchs mit dem „aufblasbaren Spielzeug“ bereits nach 5 Minuten einen Schlag bis an den Strand…und war mit Spaß bereits mit dem Windsurfen angefixt. Während mit einem klassischen Kinderrigg der Start deutlich länger dauert. Dafür funktionieren harte Segel bei mehr Wind deutlich besser und ab einem gewissen Punkt führt auch kein Weg mehr daran vorbei. Zusammengefasst: iRigg für den Einstieg bis sicheres Starten, Steuern, Wenden beherscht werden. Wird bei mehr Wind gesurft, funktionoert ein klassisches Kinderrigg (zb. Ascan Pro) besser. Sobald es an die ersten Gleitfahrten gehen soll auf ein herkömmliches leichtes Rigg setzen (z.B Duotone Now)

Vorteile Aufblasbares Segel:

  • Leicht
  • Schwimmt
  • Lässt sich leicht aufziehen
  • Wegen der Griffe statt Mast und Gabelbaum sehr intuitiv
  • Keine Verletzungsgefahr

Das richtige Board

das richtige Windsurfboard für Kinder

Wie schon weiter oben beschrieben, hatte ich persönlich die Ehre auf einem Sunset Slalom mit 105L mit einer Mastspur des Todes und keinem Schwert surfen zu lernen. Ich empfehle euch auf jeden Fall, Bretter zu verwenden, die zumindest über eine Mittelfinne verfügen. Spezielle Kinderbretter wie Fanatic Ripper und co sind aber deutlich besser, da sie wegen der speziellen Geometrie von den allerersten Anfängen bis hinzu den ersten Powerhalsen und Sprüngen im Gleiten verwendet werden können und über ein weiches Softdeck verfügen.

Als Alternative bieten sich auch SUP Boards mit Mastfußinsert an! Besonders aufblasbare reduzieren die Verletzungsgefahr. Hier sollte man darauf achten eine Centerfinne zu haben, da die Kids sonst leicht abtreiben, was sehr frustrierend ist – denn die kleinen Segel entwickeln zu wenig Vortrieb/Druck um das Brett richtig steuern zu können, wenn das „Schwert“ fehlt. Hat das eigene Standuppaddel Board keine Mittelfinne, kann ein Fanatic Driftstopper nachgerüstet werden.

Neopren ist Pflicht

Selbst an sehr warmen Sommertagen kühlen die Kids wegen der Verdunstungskälte sehr schnell aus. Deswegen immer einen Neopren tragen.

Schulung

wie lernt man Kindern Windsurfen

Den ganz kleinen Kids Windsurfen in der Theorie zu lernen ist eigentlich nicht möglich. Deswegen setze ich seit vielen Jahren darauf, den Kindern so schnell als möglich Spaß zu vermitteln. Wir starten unsere Kurse immer mit Spielen mit den Windsurfbrettern, Balancieren, Wackeln, Drüberlaufen um ein Gefühl für Gleichgewicht und Board zu bekommen. Während bei einem klassischen Surfkurs die Landschulung am Beginn relativ lange dauert, erklären wir den Kids nur kurz (wirklich kurz) wie man das Segelhoch zieht und lassen jeden an Land probieren. Danach direkt aufs Wasser und am Wasser helfen. Mit einem iRigg sollten sich die ersten Erfolge Ruckzuckeinstellen. Sobald man sicher in eine Richtung fahren kann kommt die nächste dran. Danach kann man sich ans wenden wagen und die Grundfertigkeiten festigen. Was man auf keinen Fall machen sollte? Das Board festhalten (in der guten Absicht das es weniger kippelt), denn dann ist super viel Druck im Segel und die Kinder werden nach vorne übergezogen.

Wichtig ist außerdem geduldig sein und den eigenen Ergeiz nicht auf den Surfnachwuchs anzuwenden. Für die ganz kleinen gehört spielen als wesentlicher Bestandteil dazu: vom Brett springen, Tauchen, Plantschen usw…

Der Spaß sollte im Vordergrund stehen.

Falls ihr Lust habt mal bei uns in den Kurs zu kommen: von 6.-10.7. und von 13.-17.7. gibts wieder die Next Generation Week in Podersdorf. Ein Platz pro Termin ist noch frei. Wir verkaufen im Anschluss auch das gesamte Material, also falls ihr lieber was gebrauchtes kaufen wollt…btw gebrauchtes Kindermaterial ist auch sehr wertstabil und kann immer weitergegeben werden!

Bis bald am See

Max

 

Windsurf-Finnen – Welche ist die richtige für mich?!

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Eine Einleitung zum Thema Windsurf – Finnen 

Jeder Windsurfer setzt sich früher oder später mit dem Thema Finnen auseinander. Die Frage nach der richtigen/besten Finne ist vermutlich eine der schwierigsten Fragen im Windsurfen, denn eine gute Finne kann ein Board deutlich besser machen…

Gute Finnen

…gleiten schnell an

…sind Spinout sicher

…bringen gute Boardkontrolle

…machen das Board laufruhig

Aber nach welchen Kriterien wählt man nun die richtige Finne aus? Die Lösung dieses Problems wollen wir in diesem Beitrag aufarbeiten.

 

Welche Finnensysteme gibt es?

US Box

Die US Box ist schon fast legendär, sie wird seit den frühern 90er Jahren verbaut. Die Finne wird mit einem Nutstein in der Box fixiert, kann nach vorne und hinten gerutscht werden und wird mit einer Schraube befestigt. Vorteil: Tuning Möglichkeiten, Nachteil: größere Finnen sitzen nicht so fest im Kasten. Mittlerweile werden US-Boxen eigentlich nur mehr bei Wave und Freestyleboards verbaut. 

Slotbox

Viele Waveboards (besonders welche mit mehr Finnen) sind mit Slotboxen ausgestattet. Die Finne wird mit zwei Schrauben seitlich in den Finnkasten gedrückt. Zusätzlich kann die Finne nach vor und hinten gerutscht werden, um ein optimales Tuning zu ermöglichen. Slotbox Finnen werden manchmal auch bei Freestyleboards verwendet, machen aber eigentlich nur Sinn bis etwa 20cm – danach wird die Hebelwirkung auf den schmalen Finnenschaft zu groß und die Finnen können (leichter) brechen. Der Vorteil: Finnen und Box sind deutlich leichter, deswegen sind sie besonders bei Multifinboards sehr beliebt. 

Powerbox

Das wohl beliebteste Boxsystem. Bei der Powerbox wird die Finne mit einer Schraube von oben durch das Board geschraubt. Der Finnenschaft ist konisch, deswegen kann sich die Finne im Kasten sehr festziehen, dadurch gehören wackelnde Freeride-Finnen, wie man sie früher häufig bei US-Boxen hatten, der Vergangenheit an. 

Tuttlebox

Die Tuttlebox ist die logische Evolution der Powerbox. Die Finne wird mit zwei Schrauben (vorne und hinten) durch das Board geschraubt. Diese Box ist noch stabiler als die Powerbox, deswegen wird sie bei Highperformance Slalom und Freeraceboards mit großen Finnen gerne verwendet. 

Deeptuttlebox

Die Deeptuttlebox ist eine vergrößerte Tuttlebox. Der Schaft ist nochmal länger. Kommt bei großen Slalomboards oder Foilboards zum Einsatz. 

Welchen Finnentyp sollte man wählen?

Die Anforderungen an die Finne sind in erster Linie vom Brett abhängig. Ein Wabeboard wird man mit Wavefinnen fahren, einen Freestyler mit Freestylefinnen, ein Freerideboard mit Freeridefinne und so weiter, eh klar würde man meinen. Die Übergänge zwischen den Finnen sind allerdings fließend, Länge und Fläche nehmen dabei zu. 

Welchen Einfluss hat der Boardshape auf die richtige Finnenwahl?

Wie schon angedeutet ist davon eigentlich die Finnenwahl hauptsächlich abhängig: Je breiter das Surfboard, desto größer muss auch die Finne sein. Je größer das Segel, desto größer größer sollte auch die Finne sein. 

Auch wenn viele Aussagen aufgrund der vielen Einflussfaktoren eher vage bleiben müssen, kann man doch einige Wirkungszusammenhänge festhalten:

  • Je breiter das Board, desto größer muss die Finne werden
  • Je schwerer der Surfer, desto größer muss die Finne werden
  • Je größer das Segel, desto größer muss die Finne sein
  • Je mehr Welle, desto mehr Rake braucht die Finne
  • Je größer die Finnenfläche, desto besser ist die Haftung des Hecks auf dem Wasser
  • Je größer der Tiefgang der Finne, desto besser bleibt das Heck auf dem Wasser kleben (auch bei identischer Fläche)

Welche Materialien kommen zum Einsatz

  • Plastik/Lexan
  • Faserverstärkter Kunststoff
  • G10
  • Laminierte Carbon Finnen

 

Falsche Finnengröße?

Zu großen Finnen bedeuten:

  • Geringere Endgeschwindigkeiten
  • Unruhiges Surfen und Kontrollverlust im Grenzbereich
  • Zu viel Druck am hinteren Fuß–>Spinout
  • Zu großer Hebel – also Kontrollverlust, Board will aufkentern

Zu kleine Finnen bedeuten:

  • Zu großer seitlicher Druck für die Finnenfläche führt zu Strömungsabriss und seitlichem Wegdriften => Spinout
  • Defizite beim Angleiten
  • Schlechtes Höhelaufen
  • Sensibel auf Druckverteilung durch die Beine (braucht mehr Druck auf den vorderen Fuß) 
  • Board wird nicht “frei”

Freestyler fahren im Vergleich sehr kleine Finnen (maximal 20-21cm), das bedeutet aber auch man kann wenig Druck auf den hinteren Fuß geben, hat ein sehr looses Setup, das aber äußerst anspruchsvoll zu fahren ist.

Fazit:

Insgesamt ist das Thema Finnen ein sehr komplexes. Abgesehen vom richtigen Box System, der Länge, der Bauweise und auch dem Profil kann man viel wählen. Unserer Meinung nach ist eine individuelle Beratung hier ein guter Ansatz, wir helfen hier wirklich gerne. Schreibt ein Mail, ruft an oder kommt vorbei – wir haben einen wahren Erfahrungsschatz.

Markus Hetzmannseder – Foiling on the Edge

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Die Fragen der Fragen im Windsurf-Foilen

Seit letzten Sommer stelle ich mir immer wieder die Fragen:

  • Wo liegen beim Windsurffoiling die Grenzen?
  • Bis zu viel Wind kann ich dem Windsurffoilematerial fliegen?
  • Macht das dann auch noch Spaß?

Im Sommer hatte ich am Gardasee schon eine starke Ora-Session bei einer starken Ora mit dem 4,2 m² , Slingshot Freestyle 115 und Ghost Wisper 101. Die Freestyler waren mit viel Druck 4,8 unterwegs. Das war schon ein cooler Tag! Super Rampen zum Springen und ich hatte richtig Spaß. Ich fühlte mich so, wie als ob ich am Meer fahren würde. Ebenso habe ich meine ersten richtig hohen Switch Konos auf Foil ausprobiert. Mit echter „Airtime“.
Und nach dieser Session war mir klar: Da geht noch mehr!!!

Der Sturm zu Hause kommt

Endlich war es dann so weit: Die Windvorhersage war unglaublich für den Attersee. Es wurde bis zu 70 km/h Wind angesagt. Das gab es so noch nie!
Mir war klar: Ich gehe Windsurffoilen. Also packte ich meine kleinsten Segel, das 3,7er und 4,2er ein. Normalerweise fahre ich in Österreich das 3,7er 1 bis 2 mal im Jahr bei Sturm.
Als ich dann vor Ort am Attersee stand, wusste ich: Huch mit dem 3,7er wird es in den Böen(70 km/h) eine Challenge mit dem Foil. Normalerweise wäre ich bei dem böigen Wind mit dem 4,4er Pure und dem 100er Twister für „Stopp and Go Freestyle“ aufs Wasser gegangen.
Ich sag euch, ich hatte irgendwie ein flaues Gefühl, als ich das 3,7er aufbaute und die Surfkollegen schauten mich ziemlich komisch an.
Dazu kamen mein Lieblingsbrett, der 87 Freestyler(172 Lang!!), und der Ghostwisper 101 von Slingshot.
Dieser Carbon Foil ist optimal ab 13 knt. bis ???? Er ist bei richtig viel Wind super zu kontrolliert und ist voll schnell also, optimal zum Springen und Spaß haben!
Ich hoffe auch bei 70 km/h Windböen.

Zu Beginn war es herausfordernd in der Windabdeckung mit dem 3,7er Wasserzustarten. Als mich dann die erste starke Böe in den Flugmodus brachte, erlebte ich das geilste Gefühl überhaupt. Maximale Beschleunigung und Leistung!!!
Das war die beste Entscheidung „ever“ das Foil genommen zu haben!!
Egal, ob die Böe jetzt da war oder nicht ich flog, und flog, und flog…..einfach genial!!
In den Windlöchern: Die Windsurfer standen. Ich flog!
Egal ob Halse, Duck Jibe, 360er oder Sprünge. Ich war permanent am Fliegen.
Ehrlich zugegeben, in den Böen war das 3,7er definitiv zu groß, da wäre ein 3,2er oder 3.0er optimaler gewesen.
Für mich war es ein tolles und einzigartiges Erlebnis. Immer mehr wird mir bewusst, welche riesen Vorteile und Möglichkeiten das Windsurfoilen hat.

Welche Vorteile ich im Windsurf-Foilen sehe

1. Größere Einsatzbereiche: Du kannst einen viel größeren Windbereich abdecken.
2. Mein Fazit vom Ghost Wisper 101: 13-35knt mit Luft nach oben!!!!
3. Du hast immer Leistung zur Verfügung und fliegst durch! Kein Herumtümpel oder Herumeiern mehr!
4. Fahr dorthin wo Du willst! Mit dem Höhe Laufen und den Downwinder hast du nie wieder Probleme.
5. 2-3 Meter hohe Sprünge im flachen Wasser machen!
6. Wellenabreiten gefällig am See? Fühle dich zuhause am See, wie am Meer! Unglaublich und selbst erlebt.
7. Kabelwellen ade: Du fliegst einfach drüber, auch wenn sie 70cm hoch sind.
8. Foilen ist nicht so anstrengend. Du kannst viel länger mit dem Foil deine Sessions genießen.
9. Meine Erkenntnis: Windsurffoilen geht von 6 Knoten bis 35 Knoten mit Luft nach oben!

Verwendetes Material:

• Slingshot Freestyle 87
• Ghost Wisper 101
• 3,7m² GA Manic HD
• ION Select 6mm

Wenn Du auch dieses Gefühl vom Fliegen erleben willst, mehr auf Foilwindsurfcenter.at
Vielen Dank an Helmut Klein und Alex Bohn für die tollen Fotos
Mein Motto bestätigt sich wieder:
„Fahr nicht fort, foile im Ort“

Bis bald, Markus

 

Upsidedown Back in Action – Newsletter 3/20

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Endlich ist so etwas wie Normalität am Neusiedler See eingekehrt und wir sind wieder täglich für Euch im Shop! 
TESTEN VORM KAUFEN
Bei Wind geht’s rund am Wasser, deswegen wollen wir Euch einmal mehr darauf hinweisen, dass man im Surfshop Upsidedown nicht nur die tollsten Wassersportgeräte kaufen, sondern vor dem Kauf auch testen kann. Wir sind selbstverständlich immer bemüht euch best möglichst zu beraten, aber so habt Ihr bei uns auch die Möglichkeit Euch eine eigene Meinung zu bilden!
Kommt vorbei, wir freuen uns auf EUCH!

P.S.: Wir verschicken unseren Newsletter (4-5mal im Jahr) auch per Mail, falls Ihr Euch anmelden wollt: https://shop.usd.at/de/newsletter.php

KITE TEST

Von Duotonehaben wir praktisch die komplette Range zum Testen bei Kite2Fly. Egal ob Dice, Juice, Evo, Neo, Mono, Vegas oder der Capa – you name it, we have it. Natürlich gibts auch jede Menge Waveboard und Twintip. Außerdem haben wir die Highlightes von Ozone, Slingshot, Cabrinha, Levitaz und Appletreeebenfalls im Test.

WINDSURF TEST

Hier haben wir einen bunten Mix aus der Duotone/Fanatic Range:  von Skates, über Blasts bishinzu Geckos und dem Foilboard Stingray, als Segel gibt’s E.Pace, S.Pace, Idol, Super Hero uvm. Außerdem haben wir unsere Neuzugänge Severne(Blade, S1) und Goya(Banzai) und natürlich Slingshot Foilboards für Euch zum Testen.

WING TEST

Zum Wingen haben wir einige Fanatic Sky Boards(Sky Wing 5.4, Sky SUP 6.3; Sky SUP Windsurf 6.7), Wings von Duotone, Ozone und Slingshot und Foils von Fanatic mit 60cm Mast (perfekt für den Neusiedler See)

NEUES VIDEO
Unser Chris war mit dem neuen Duotone Echo Wing und Fanatic Sky Wing zu einer schönen Abendsession draussen.
https://www.youtube.com/watch?v=j5zgJyhOGOg
Falls Ihr jetzt mal Lust bekommen habt, selbst Wingen zu probieren, wir bieten selbstverständlich auch Wingschulungen am Neusiedler See an.

NEUE FLIPFLOPS
Achtung wir haben die beliebten Kork Flip Flops von F2 wieder.
Den ganzen verbleibenden Mai verkaufen wir sie um 25€ anstatt 30€.
Kommt vorbei und holt euch den bequemen Beachstyle für den Sommer.

Windsurffoilen – eine kleine Übersicht

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Vermutlich steht uns ein Sommer wie damals, ein Sommer an den Homespots bevor. Aber anstatt mit antik anmutenden Verdrängerboards über den See zu schippern, können wir uns im Jahr 2020 dank modernen Foiltechnik auch bei Wind unter 10 Knoten ins Gleiten (oder viel mehr Fliegen) bringen. Grund genug euch einen Einstieg mit den wichtigsten Begriffen und eine kleine Übersicht an Produkte geben, die ihr bei uns kaufen oder testen könnt.

Der Trend des Windsurfens mit Foil ist ja eigentlich nicht mehr ganz neu, trotzdem entdecken noch immer viele Windsurfer die Vorzüge davon. Die Disziplin Windsurffoil als eine Disziplin zu bezeichnen ist fast etwas schwierig, weil eigentlich auf jede Disziplin aus dem echten Windsurfen am Foil geht (Welle, Freestyle, Freeride, Race). Viele Windsurfer denken bei wenig Wind und Foil erstmal auch an riesig Segel – das stimmt nur zum Teil. Für die meisten wird nämlich ein Freeride-Foil Setup interessant sein, das geht auch früh los kommt aber mit Segelgrößen bis zu 6.5m2 locker aus! Wir werden uns in diesem Beitrag hauptsächlich mit den Begriffen Rund ums Foilen beschäftigen und geben eine USD Produktübersicht zum Thema Freeride-Foil (die beste Variante – zumindest für uns)

Das richtige Foil

Das wichtigste Element beim Windsurf-Foilen ist, wie schon der Name sagt, das Foil an sich. Es gibt mittlerweile eine Vielzahl an verschiedenen Herstellern mit teilweise riesiger Produktauswahl, da wird es für Einsteiger in den neuen Sport gleich zu Beginn schwierig, die Übersicht zu behalten und das richtige Produkt zu wählen.
Als erste Hilfestellung sollte man sich überlegen ob man sich eine komplettes Foilset (also Board und Foil) zulegen will oder sein vorhandenes Brett (dazu bald mehr) nutzen möchte. Wir empfehlen bei Board/Foil Kombinationen immer bei einem Hersteller zu bleiben, da so die Abstimmung einfach passt.

Anschließend sollte man sich folgende Fragen stellen (Reihenfolge beliebig).

Welches Box- oder Schienensystem möchte ich verwenden?

Es gibt akutell drei verbreitete Systeme:
• Foil-Deeptuttlebox
• Track Mout/Schienen System
• Foil Powerbox

Die Foiltaugliche Deeptuttlebox hat den Vorteil, dass das Foil bei jeder Session immer an der absolut gleichen Stelle sitzt und das Boxsystem, das im Vergleich stabilste ist.
Beim Tracksystem sind zwei Schienen nebeneinander, das Foil wird mit 4 Schrauben auf der Unterseite befestigt. Es kann hier Verrutscht werden, womit das Foil ideal ausbalancieren kann und praktisch jedes Foil verwenden kann.
Die Powerbox Adapter für Freerideboards können wir eigentlich nicht empfehlen, da die Powerbox (konisch und nur eine Schraube in der Mitte) absolut nicht für die Belastung eines Foils ausgelegt ist. JP Australia bietet 2020 in allen Boards extra verstärkte Powerboxes zum Foilen an, wir können aber erst nach einem Langzeittest eine ehrliche Meinung dazu abgeben.

Welche Mastlänge sollte ich wählen?

Eine weitere essentielle Frage ist die nach der richtigen Mastlänge. Die richtig Antwort darauf zu geben ist nicht ganz so einfach, kommt in erster Linie aber auf den Spot an. Prinzipiell hat man mit einem längeren Mast mehr Möglichkeiten. Hat man weniger Länge zur Verfügung, können größere Wind-Wellen wirklich tricky werden, mit einem 90cm Mast hätte man aber absolut keine Probleme, weil man einfach über den gesamten Chop fliegen könnte. Egal, zurück zum eigentlichen Thema: Bei uns am Neusiedlersee ist alles über 75cm momentan nicht sinnvoll. Letzten Herbst war 75cm am absoluten Limit. Interessant sind hier die modularen Systeme von Slingshot oder Fanatic, wo man relativ preisgünstig verschiedene Mastlängen später dazu kaufen kann. Slingshot hat 61cm und 76cm im Programm, Fanatic zB 60 und 75cm. Natürlich gibt es auch von allen Herstellern längere Foilmasten.

 

Was heißt Low Aspect/High Aspect Ratio?

Oft wird in Marketing Texten der Begriff “High Aspect” oder “Low Aspect” Ratio verwendet- aber was heißt das eigentlich. Dabei geht es in erster Linie um das Verhältnis von der Flügel Länge zur Breite. Ok, aber was heißt das jetzt für mich?!
Während Low Aspect Flügel meistens breiter sind auch oft deutlich mehr Fläche haben, sind die High Aspect Flügel im Vergleich schmäler.
Es kommt ein bisschen auf den Einsatzzweck an: will man mit wenig Wind, wenig Boardspeed fliegen: Lowaspect Flügel (Fanatic Flow 1250 oder 1500, oder Slingshot Fwind, oder Starboard Supercruiser), will man bei viel Wind mit viel Speed foilen nimmt man ein High Aspect Foil (wie zB Neilpryde F4 oder Starboard GTR)

Carbon oder Alu?

Generell haben die meisten Foils Flügel aus Carbon, die Fuselage und der Mast sind öfter aus Alu. Natürlich hat ein Carbonfoil mehr Leistung und ist auch deutlich leichter, ABER das mehr Gewicht eines Alu Foils spürt man im Wasser kaum! Am Beginn einer Foilkarriere, reicht ohne Bedenken auch ein günstigeres Aluminium Foil.

Welche Foils haben wir zum Testen im Surfshop Upsidedown?

  • Slingshot FWind mit dem 84er und 78er Flügel mit 61cm und 71cm Mast.
  • Fanatic Flow 900 (60er Mast)
  • Fanatic Flow 1250 und 1500 (75er Mast)

Gerne könnt ihr zu einem Beratungsgespräch oder zum Testen vorbeikommen. Im nächsten Beitrag wollen wir auf die verschiendene Boardoptionen und Racefoils eingehen.
Bis bald am See!
Euer Team Upsidedown

P.S: am Wochenende wird’s windig!

Kite-Bars und Leinen Setups – Was wirklich zusammen passt

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Wir werden im Shop immer wieder gefragt: Kann ich diese XY Bar für diesen YX Kite verwenden. Daher wollen wir uns diesem Thema einen eigenen Beitrag widmen. Wir können jetzt natürlich nicht alle Bars, die es am Markt gibt, einzeln besprechen aber wir wollen mal einen grundsätzlichen Überblick bieten.

Safety System

Das Safety System ist in diesem Zusammenhang wohl die wichtigste Frage! Welches Safety System hat der Kite – und welches die Bar? Es gibt im Prinzip (bis auf spezielle Ausnahmen) 3 verschiedene System:

  • 5-Leiner Safety
  • 4-Leiner Single Frontline Safety (SFS)
  • 4-Leiner Double Frontline Safety (SDS)

Die 5-Leiner Safety war lange Zeit die sicherste Lösung – die 5te Leine geht in die Mitte der Fronttube und der Kite weht daran aus, wenn man das Quickrelease betätigt (Chickenloop öffnet).

Diese Lösung stammt noch aus Zeiten der C-Kites und durch die Verbreitung von Bridle-Kites (Schirmen mit Waageleinen) wurde sie immer mehr von den 4-Leiner Safety Systemen abgelöst. Heute haben eigentlich nur mehr reine Freestyle C-Kites eine 5te Leine.

Auch die 4-Leiner Double Frontline Safety wird nicht mehr viel verwendet – Kite Modelle von F.One oder Core, die einige Jahre alt sind, haben noch dieses System. Die am meisten verbreitete Lösung ist seit einigen Jahren die Single Frontline Safety. Dabei weht der Schirm an einer Front(Power) Leine aus, die Bar rutscht an dieser Leine rauf, wenn man das Quickrelease betätigt. Alle Marken die wir im Sortiment führen (Ozone, Slingshot, Duotone, Cabrinha, Airush, Flysurfer) bieten diese 4-Leiner Single Frontlein Safety!

Also gilt es als erstes zu klären ob die Safetysysteme des Kites & der Bar die man verwenden will zusammenpassen!

 

Leinen Setup

Dies ist der nächste wichtige Punkt. Es verschiedene Varianten von Leinen Setups, dabei sind die Frontleinen (Powerleinen) gemeint.

Manche Hersteller verwenden ein sogenanntes „Y“ in den Frontleien – das heißt vom Adjuster geht zuerst eine dickere Leine weg und teilt sich dann auf 2 Leinen auf – die Powerleinen bilden somit ein „Y“.

Die andere Variante ist ein sogenanntes „V“ in den Frontleinen. Hierbei laufen die zwei Frontleinen runter bis zum Adjuster und bilden somit ein „V“.

Bei der Y-Variante gibt es noch Unterschiede– und zwar dabei wie hoch das Y ist bzw. wie lange die dicke Leine ist bevor sie sich auf 2 Frontleinen aufteilt.

Manche Kiteschirme werden mit Y in den Frontleinen entwickelt und brauchen daher dieses Setup für optimale Performance. Sie funktionieren zwar meist auch mit einem V, aber teilweise mit deutlich schlechteren Flugeigenschaften. Speziell bei großen Kites werden die Nachteile, wenn das Leinen-Setup nicht passt, sehr deutlich zu spüren sein.

Einen Kite, der ein V „braucht“ mit Y Setup zu fliegen hingegen, wirkt sich nicht so sehr auf die Performance – deutlich aber auf das Barfeeling aus.

Pigtails

Zu guter Letzt – das geringste „Problem“: die Pigtails. Das sind die letzten Stücke an den Leinen die mit Knoten oder Schlaufe versehen sind um die Leinen an den Kite anzuknüpfen.

Manche Hersteller haben an den Frontleinen einen Knoten und an den Steuerleinen eine Schlaufe – andere Hersteller umgekehrt. Dies kann einfach geändert werden indem man die Pigtails vertrauscht – bzw. gibt es diese auch als Ersatzteile um sie an die Bar oder den Kite zu knüpfen.

Frühlingscheck

Bevor Ihr in der neuen Saison das erste Mal aufs Wasser geht solltet ihr euren Kite und eure Bar gründlich checken. Unser Harald von Kite2Fly hat ein Video dazu gemacht, auf was man achten sollte. Gerne helfen wir Euch auch beim Checken vom Material – dann seid ihr ganz sicher, dass alles passt.

Solltet Ihr Fragen zu eurem Bar Setup oder Safety System haben, könnt ihr selbstverständlich jederzeit bei uns im Shop vorbeikommen. Wir helfen Euch gerne weiter!

Komplett FOILSÜCHTIG – Markus Hetzmannseder

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Markus Hetzmannseder ist ein waschechter Traunsee-Local. Obwohl er wahrscheinlich nicht vom windreichsten Spot Österreichs kommt, hat Markus dort Frontloops gelernt, war einige Jahre bei internationalen Freestyle Contests dabei und hat 2018 mit dem Foilen seine neue Leidenschaft entdeckt. Mittlerweile betreibt der Upsidedown Teamrider eine mobile Windsurffoil-Schule im Salzkammergut, denn was früher eine Qual war (genau zu wenig Wind), liefert jetzt perfekte Conditions – fast jeden Tag! Wir haben Markus zum Interview geladen, genauer nachgefragt und auch ein paar Tipps zum Foilen lernen gesammelt -damit auch Ihr schneller aufs Foil kommt!

 

Interview

Hey Markus, warum hast Du als ambitionierter Freestyle- und Wavewindsurfer eigentlich zu Foilen begonnen, das ist ja recht weit auseinander eigentlich?

Eigentlich war das so eine fließende Entwicklung. Ich war zunehmend von den Bedingungen zu Hause gelangweilt, mit der Familie zu reisen ist aber nicht immer leicht und dann tauchten plötzlich immer mehr Videos von Balz Müller (wer ihn nicht kennt checkt mal das Video) am Foil auf. Der Typ war damals schon sowas von progressiv: ist gesprungen, Duckjibes, Loops alles einfach – das sah viel mehr nach Spaß aus, als das bekannte „Foilen“ mit riesigem Material.

Dann habe ich im Herbst 2018 den Entschluss gefasst: Ich will das auch. Ich will an meinem Homespot (Rindbach) einen Loop mit dem Foil springen. Das war quasi auch Back to the Roots mit 19 hab ich dort meinen ersten Loop beim Windsurfen gemacht und jetzt 2-3 Jahre später 😉 gab es eine neue Herausforderung. Besonders interessant ist das halt, weil wir die Conditions echt direkt vor der Haustüre haben (foile meistens mit 5.4 oder 5.8) und man endlich mehr Surftage sammeln konnte.

Wie waren Deine ersten Foilsessions?

Beim ersten Mal war eine gesunde Art von Respekt dabei. Ich hatte ein bisschen ein mulmiges Gefühl, ähnlich wie wenn man einem Big Day mit riesen Wellen am Strand steht. Ich hab davor nur Videos gesehen und musste mit Try and Error an die Sache rangehen. Für die ersten zwei, drei Sessions habe ich auch einen Helm und eine Prallschutzweste verwendet. Insgesamt ging es aber recht schnell: am ersten Tag fliegen, am zweiten Tag kontrolliert foilen und dann gings flott weiter bald folgten Halsen und erste Tricks.

Insgesamt war es aber eine andere Herangehensweise als beim Freestylen. Man muss viel mehr überlegen wie man das alles richtig (schlau) macht, Segel und Brett einzeln tragen, guten Spot wählen, Bedingungen richtig einschätzen usw…

Und wie lange hat es dann bis zum Loop gedauert?

Ok, ich muss zugeben der Weg war etwas schwieriger und länger als gedacht. Denn weil man ja bei tendenziell wenig Druck foilt, braucht man neben den nötigen Mut auch eine nahezu perfekte Technik. Aber ziemlich genau vor einem Jahr im Frühling 2019 war es dann soweit – und es hat noch mehr Motivation ausgelöst um noch mehr zu pushen und besser zu werden!

Welches Equipment sollte man am Anfang benutzen?

Ich persönlich glaube, dass zusammenpassendes Material wichtig ist. Das Foil sollte zum Brett passen. Generell sind Foils mit großen Frontwing (wie zB Slingshot FWind oder Fanatic 1250) am Anfang besser, da sie bei wenig Fahrgeschwindigkeit schon ins fliegen kommen.

Ich persönlich würde sagen am Anfang ein bisschen ein größeres Segel, aber auch nicht zu  groß – wenn man so im Halbgleiten ist, kann man am leichtesten Foilen üben – aber ein Kurs hilft ungemein. (Markus bietet Kurse im Salzkammergut an, wir machen das auch am Neusiedler See)

Wie machst Du die Foil Schulung?

Ich fange eigentlich immer mit einer kurzen Landschulung an. Dabei schauen wir uns das Material genauer an, ich erkläre die richtigen Einstellungen (Foilposition, Mastfußposition, Schlaufenposition) und helfe besonders bei der Auswahl der richtigen Segelgröße – das ist nämlich am Beginn für Foilanfänger wirklich schwer einzuschätzen.

Ich schule immer über einen Helm mit Mikro, so bin ich direkt mit dem Schüler verbunden und kann ruhige Anweisungen geben, dabei surfe ich ein paar Meter daneben und sehe genau welche Tipps ich geben muss, damit es schneller gelingt.

So foilen die meisten schon nach 15-30min im Normalfall, das Personal Coaching hat da einfach viele Vorteile.

Welchen Fehler den Du gemacht hast sollte man unbedingt vermeiden?

Am Anfang habe ich Foilwindsurfen zu sehr mit Winsurfen verglichen. Das beginnt bei der Segelwahl endet aber bei einem viel wesentlicheren Punkt: der Köprerhaltung.

Man kann beim Foilen viel aufrechter und entspannter stehen, man hat dann sogar mehr Kontrolle. Wenn man sich wie beim klassichen Windsurfen reinlehnt – kantet man das Board leicht auf, verlenkt das Foil und crasht hart.

Wie kontrolliert man das Foil am besten?

Dazu muss man sich bewusst machen wie ein Foil funktioniert: Drückt man den hinteren Flügel nach unten (hinterer Fuß) steigt das Foil. Drückt man vorne nach unten sinkt es – das geht nicht nur über den Fuß, sondern auch mit einem Drücken der vorderen Hand am Gabelbaum.

Deine 5 Tipps für Foileinsteiger

  1. Das passende Material: Board und Foil im ideal Fall von einem Hersteller – Flügel aufs Gewicht abstimmen
  2. Die richtige Schutzausrüstung: Helm und Prallschutzweste
  3. Die idealen Coditions: gleichmäßiger Wind zwischen 10-15 Knoten, wenn es böig ist wird’s am Anfang schwierig.
  4. Das Foilen: nicht direkt aufs Foil gehen! Über Langsames angleiten, Halbgleiten vorsichtig ans Foil gewöhnen und dabei lernen die Höhe kontrollieren
  5. Harte Crashs vermeiden: am Anfang kommt es oft zum Overfoil, also das Foil kommt so hoch raus, dass die Strömung abreisst. Dann klatscht man wie ein Stein hinunter. Dabei auf keinem Fall loslassen sondern den Gabelbaum festhalten und versuchen in den Schlaufen zu bleiben, dann wird der Touchdown halb so Schlimm.

Wie hat sich das Equipment weiter entwickelt seit Du dabei bist?

Die Foils haben eine deutlich größere Windrange bekommen. Man kann mit großen Frontwings schon ab 6-7 Konten mit einem 6.5er Windfoilen – das ist einfach genial, trotzdem kann man die Flügel bei mehr Druck besser kontrollieren.

Die Boards sind kompakter geworden, Slingshot war ja sehr früh schon bei dem Trend – jetzt ziehen die anderen eigentlich alle nach und die Boards werden kürzer und kürzer. Andererseits gibt’s aber auch viele Freerideboards die Foilready sind und auch erstaunlich gut funktionieren, wobei ein natürlich reines Foilboard viele Vorteile hat: früher losgeht, es ist leichter kontrollieren, die Touchdown sind deutlich sanfter und insgesamt hat man beim reinen Foilen einen höheren Funfaktor. Wenn der Fokus auf reinem Foilen liegt sollte man wohl wirklich zu einem reinen Foilboard (zB Slingshot Wizzard 125 oder 150, Fanatic Stingray 125, JP Hyperfoil) greifen, will man beides machen machen aber definitiv kombinierte Boards Sinn (zB Fanatic Blast 120 ) .

Für mich persönlich war der Slingshot Freestyle 115 ein Quantensprung, denn auf dem braucht man kein 4 Schlaufensetup mehr, so können Freestyler mehr in der gewohnten zentralen Position stehen, das ist auch für Anfänger gut.

In welche Richtung wird sich das ganze entwickeln?

Vielleicht kommt es zu einer neuen Renaissance das Windsurfens, zumindest bei uns fangen Windsurfer zum Foilen an, die eigentlich nicht mehr so mit dem Sport verbunden waren, denn plötzlich kann man fast immer aufs Wasser.

Und auch wenn sich Windsurffoilen am Anfang super körperlich anfühlt, nach ein paar Sessions wenn man das ganze unter Kontrolle hat, ist es wesentlich relaxter als mit großem Material Freeriden zu gehen! So kann man länger am Wasser und länger Spaß haben. Auch für ältere Windsurfer kann das interessant sein, geht auch weniger am Rücken als ein 8.4er Slalomsegel 😉

Aber generell: ALLE Windsurfer fangen bei uns grad zum Foilen an!!! Besonders bei klassischen Wochenendebedingungen: plötzlich geht es IMMER! keine Umsonstfahrten mehr zum See…man verdoppelt seine Surftage!

Und Punkto Material?

…das Material ist schon sehr gut ausgereift. Am Anfang waren die Entwicklungssprünge wirklich noch groß. Aber selbst wenn Neuheiten kommen die deutlich besser sind, sind wir mittlerweile auf einen recht hohen Level, sprich wenn man jetzt ein gutes Foil kauft, hat man auch nächstes Jahr noch ein gutes Foil und wahrscheinlich viel Spaß damit!

Wordrap

Homespot: Traunsee und Attersee

Lieblingsspot: Traunsee/Traunkirchen

Foil: die Zukunft

Windsurfen: Passion

Foil Freestyle oder Freeride: beides

Foil Race: Olympia wär cool, aber leider zu alt

Kitesurfen: noch nie probiert

Flachwasser oder Welle: Welle

Finne oder Foil: Foil

 

Über Markus

Geb. am 21.06.1973

Aus: Wels – Österreich

Windsurfen seit: 1986 – 34 Jahre

  • Begonnen mit 13 Jahren am Traunsee
  • Mit 19 den ersten Frontloop am Traunsee gesprungen.
  • Von 1998-2006 Freestyle competions King of the lake lake Garda- Wourldcup Podersdorf– Slivaplana- …..
  • 7.9.2018 Start mit den Windfoilwindsurf
  • Mein erster gesprungen Foil-Frontloop am Traunsee mit 46 Jahren am 7.4.2019.

Motto: „Fahre nicht fort – foile im Ort“

Sponsoren:  Surfshop Upsidedown, Slingshot, GA Windsurfing, Tabou Boards, IONahaeffects.at

Du willst mehr von Markus sehen:

 

 

Vorfreude

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Vorfreude schenken

In den letzten Tagen hat es uns etwas durchgebeutelt (windig, kalt und ihr wisst schon was). Aber wie auch das Wetter sich in den nächsten Wochen verbessern wird, werden wir uns bald wieder am Strand zum kiten und surfen treffen.

Wir wollen (mit Euch) Vorfreude verschenken. Ab sofort gibt’s bei uns auf alle GUTSCHEINE 10%. Das heißt ihr könnt euch 100 Euro um 90 Euro kaufen. Oder auch 500€ um 450€, und einlösen könnt ihr es auf absolut alles was wir verkaufen (auch im Onlineshop)! Für Geschenke schicken wir euch einen schönen ausdruckbaren Gutschein.

Zusammengefasst:

VORFREUDE SCHENKEN - ALLE GUTSCHEINE -10% (einlösbar online oder lokal)

Shop.usd.at: Code vorfreude-schenken

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Seit ein paar Tagen gehen wir fast täglich Live auf Facebook aus dem Shop – damit liefern wir Euch so oft es geht Insights, Neuigkeiten und Produkte rund ums Kitesurfen, Windsurfen, Foilen, SUP direkt aus dem Upsidedown in Podersdorf.

Zu finden gibts die Videos auf unserer Facebook Page und auf YouTube.

Falls Ihr bestimmte Fragen habt, die wir beantworten sollen, euch Produkte besonders interessieren: Themenvorschläge gerne an office@usd.at

Für noch mehr Abwechslung beim #stayathome veröffentlichen wir nun wöchentlich interessante Beiträge auf unserer Webseite (zu finden unter „Blog“). In den letzten Wochen waren das u.a. ein Interview mit den Jungs von Appletree Boards, ein Interview mit Marco Lang über die Material Entwicklung und letzte Woche eine Übersicht über verschiedene Twintip Konzepte.
Dieses mal gehts mit einer Reisestory von Capetown weiter – etwas träumen von Sonne, Meer und Wellen.
Für nächste Woche haben wir wieder Materialtalk…

Gerne auch Themenvorschläge via Email, Facebook oder Instagram…